Druck aus Fußball-Verbänden

Fifa-Chef Infantino gibt Investorenpläne auf


Aktualisiert am 01.08.2026 – 01:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Fifa-Chef Gianni Infantino hat einen Rückzieher bei seinen Investionsplänen gemacht (Fotomontage). (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

Gianni Infantino hat dem Druck aus den Fußballverbänden nachgegeben. Er hat seinen Plan, Anteile an den Wettbewerben zu verkaufen, zurückgezogen.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat den umstrittenen Plan, Anteile an den wichtigsten Wettbewerben des Weltverbands zu verkaufen, aufgrund des breiten Widerstands verworfen.

Infantino sagte laut der britischen BBC, es sei deutlich geworden, dass das Projekt „Spaltungen verursacht“ habe, die „nicht mehr im Interesse“ des ursprünglichen Ziels lägen. Der Schweizer fügte hinzu: „Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.“

Infantino hatte allen 211 Mitgliedsverbänden 40 Millionen Dollar (34,6 Millionen Euro) angeboten, sollten sie einen Vorschlag für private Investitionen in die Turniere, darunter die Weltmeisterschaften der Männer und Frauen, unterstützen.

  • Umstrittene Fifa-Pläne: Jetzt äußert sich Donald Trump
  • Streich poltert: „Das ist Mafia-Gehabe“

Verband machte Medien verantwortlich

Mit dem Verkauf von rund 20 Prozent der Anteile sollten bis zu 4,2 Milliarden Dollar eingenommen werden. Der Wert des neuen Geschäftsbereichs hätte damit bei 20 Milliarden Dollar gelegen.

Der Fußball-Weltverband hatte in einer Stellungnahme in der Nacht zum Freitag „fehlerhafte Medienberichte“ für den Aufstand gegen Infantinos Vorhaben verantwortlich gemacht. Die Fussballverbände in Europa (Uefa), Asien (AFC) und für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (Concacaf)hatten sich gegen Infantinos Pläne ausgesprochen.

Auch intern hatte es Kritik an dem Plan gegeben. Ein hochrangiger Berater des Fifa-Präsidenten erklärte aus Protest seinen Rücktritt und nannte den Anteilsverkauf „ein schlechtes Geschäft für den Fußball“ und schlecht für die Fifa-Mitglieder. Carlos Cordeiro, ehemaliger Investmentbanker und Ex-Präsident des US-Fußballverbandes, war 2021 von Infantino zum Senior Advisor berufen worden, um die Zukunft des Fußballs mitzugestalten.

Er sagte, der Verband „verpfände die Zukunft des Fußballs ohne jede überzeugende Rechtfertigung“. Die Uefa hatte davon gesprochen, die Fifa stelle die „Seele“ des Fußballs zum Verkauf. „Niemand verkauft den Fußball. Das ist etwas, was die Fifa nie tun würde“, widersprach der Weltverband.

Share.
Exit mobile version