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Home » Gefährliche Mission: Deutschland könnte Minenjagdboote schicken, um die Straße von Hormus zu sichern
Welt

Gefährliche Mission: Deutschland könnte Minenjagdboote schicken, um die Straße von Hormus zu sichern

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 16, 2026
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Gefährliche Mission: Deutschland könnte Minenjagdboote schicken, um die Straße von Hormus zu sichern

Veröffentlicht am
16.04.2026 – 18:22 GMT+2

Bundeskanzler Friedrich Merz will am Freitag bei Gesprächen in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung an einer möglichen Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus vorlegen.

Dem Vorschlag zufolge soll die Bundeswehr nach Beendigung der Kampfhandlungen unter bestimmten Voraussetzungen Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge zur Verfügung stellen.

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll die Mission insbesondere die Minenräumung und Seeaufklärung sowie die weiträumige Überwachung des Seegebiets umfassen.

Derzeit verfügt die Bundeswehr über acht Minenjagdboote und zwei Minentauchboote. Wie viele davon eingesetzt werden könnten, ist noch unklar. Die über 50 Meter langen Minenjagdboote sind in der Regel mit einer Besatzung von 42 Soldaten bemannt, die bei Bedarf durch Minentaucher verstärkt werden können.

Merz reist am Freitag zu einem internationalen Treffen nach Paris, zu dem der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer eingeladen haben.

Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird erwartet. Per Videoschalte sollen weitere potenzielle Unterstützer einer Mission zur Sicherung der Straße von Hormus zugeschaltet werden.

Strenge Bedingungen

Nach einem Treffen mit dem irischen Ministerpräsidenten Micheál Martin in Berlin machte Merz deutlich, dass ein möglicher Einsatz an strenge Auflagen geknüpft sei.

Merz fügte hinzu, dass eine deutsche Beteiligung an einer Mission zur Sicherung der Meerenge nur nach „zumindest einem vorläufigen Waffenstillstand“ sowie der Zustimmung der Regierung in Berlin und des Parlaments erfolgen könne.

„Davon sind wir noch weit entfernt“, sagte er.

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge könnte die Marine ihren Logistikstützpunkt in Dschibuti auch für maritime Aufklärungseinsätze nutzen.

Der Stützpunkt in Ostafrika gilt als strategisch günstiger Standort für Einsätze in der Region.

Darüber hinaus wird darüber nachgedacht, die NATO-Partner im Nordatlantik zu entlasten, um deren Kräfte für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus freizumachen.

Der Verkehr über die Wasserstraße, über die vor dem Krieg ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgasvorräte transportiert wurden, ist seit Beginn des Iran-Krieges durch amerikanisch-israelische Luftangriffe am 28. Februar fast vollständig blockiert.

Das hat die Energiepreise weltweit in die Höhe getrieben, und der Chef der Internationalen Energieagentur warnte am Donnerstag, dass Europa nur noch „vielleicht noch etwa sechs Wochen Treibstoff übrig“ habe, wenn die Lieferungen blockiert bleiben.

Zusätzliche Quellen • AFP

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