Bombenfund in Duisburg
Weltkriegsbombe legt Bahnstrecke nach Köln lahm
Aktualisiert am 12.03.2026 – 01:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Weltkriegsbombe in Duisburg legte am Mittwochabend gleich fünf Zuglinien nach Köln lahm. Und es war bereits der zweite Fund binnen zwei Tagen.
Wer am Mittwochabend mit dem Zug zwischen Köln und dem Ruhrgebiet unterwegs war, benötigte primär eines: Geduld. Eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sorgte am Duisburger Hauptbahnhof für stundenlange Sperrungen und legte mehrere Zuglinien in Richtung Köln lahm.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entdeckte den Blindgänger im Laufe des Mittwochs bei Bauarbeiten, wie die Stadt Duisburg mitteilte. Ab 18.30 Uhr wurde der Hauptbahnhof evakuiert, ab 20 Uhr galten sämtliche Sperren rund um den Fundort. Die Bombe wurde anschließend kontrolliert gesprengt, die Stadt hob die Sperrung daraufhin wieder auf.
Gleich fünf Linien mit Halt in Köln waren von den Einschränkungen betroffen. Der RE 1 – eine der meistgenutzten Verbindungen zwischen Aachen, Köln und dem Ruhrgebiet – wurde ebenso zurückgehalten oder umgeleitet wie der RE 5 von Koblenz über Bonn und Köln nach Wesel und der RE 6 vom Köln/Bonn Flughafen nach Minden. Auch RE 11 und RE 19 fuhren nicht planmäßig. Bereits im Vorfeld der Sprengung kam es laut Bahn zu Beeinträchtigungen.
Konkret waren folgende Züge betroffen:
Die Evakuierungszone rund um den Fundort umfasste einen Radius von 600 Metern. Rund 6.600 Anwohnerinnen und Anwohner sowie zahlreiche Reisende waren betroffen. In dem Bereich lagen neben dem Bahnhof der Portsmouthplatz, Teile der Fußgängerzone, das UCI-Kino, Hotels, Bürogebäude und Gewerbebetriebe. Auch die Autobahn A59 musste zwischen der Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld und dem Autobahnkreuz Duisburg gesperrt werden. Für Evakuierte stand ab 18 Uhr ein Aufenthaltsraum in der Gesamtschule Duisburg-Mitte, Eingang Oranienstraße, bereit.
Für Duisburg war es bereits der zweite Bombenfund innerhalb von 48 Stunden: Schon am Dienstag war am Hauptbahnhof ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und kontrolliert gesprengt worden – auch damals musste der Bahnhof gesperrt werden.










