Lebensbedrohliches Fieber

Ebola: Warum das Virus so gefährlich ist

Aktualisiert am 20.05.2026 – 16:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Ebola-Virus unter dem Mikroskop: Der Erreger verbreitet sich leicht von Mensch zu Mensch. (Quelle: BlackJack3D/getty-images-bilder)

Im Ostkongo breitet sich eine seltene Ebola-Variante aus. Aber was macht das Virus so gefährlich? Und wie kann man sich dagegen schützen?

Der Ausbruch einer seltenen Ebola-Variante im Osten der Demokratischen Republik Kongo und Uganda sorgt weltweit für Besorgnis. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief wegen der Ausbreitungsgefahr in der Region den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Dies soll informieren, dass es ein dringliches Problem gibt, und die Zusammenarbeit zwischen Ländern stärken. Eine Pandemie-Notlage gibt es laut WHO aber noch nicht.

Fünf wichtige Fakten zu Ebola:

Was bei einer Ebola-Infektion passiert

Die Krankheit beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwäche oder Durchfall. Später können Erbrechen, innere und äußere Blutungen sowie Organversagen auftreten. Die Inkubationszeit beträgt laut WHO zwischen zwei Tagen und drei Wochen.

Was das Virus so gefährlich macht

Ebola gehört zu den tödlichsten bekannten Infektionskrankheiten. Je nach Virusvariante und Ausbruch sterben laut WHO 25 bis 90 Prozent der Erkrankten. Die Bundibugyo-Variante hat nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent. Besonders schwierig ist die Eindämmung in Krisenregionen mit schwachen Gesundheitssystemen und schlechter medizinischer Versorgung.

Wie schnell es sich ausbreiten kann

Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen – etwa Blut, Schweiß, Erbrochenes oder andere Sekrete. Auch Tote bleiben ansteckend. Erkrankte sind jedoch erst mit Auftreten von Symptomen infektiös, was die Nachverfolgung von Kontaktpersonen erleichtert. Experten halten auch deshalb großflächige Ebola-Pandemien für eher unwahrscheinlich, weil Erkrankte meist rasch schwere Symptome entwickeln und Infektionsketten dadurch leichter unterbrochen werden können.

Wie man sich schützen kann

Wichtig sind Isolation von Erkrankten, Schutzkleidung für medizinisches Personal sowie die Überwachung von Kontaktpersonen. Gegen die häufigere Zaire-Variante gibt es Impfstoffe. Für die nun im Kongo nachgewiesene seltene Bundibugyo-Variante, von der erst zwei kleinere Ausbrüche 2007 und 2012 bekannt sind, existieren laut WHO bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Therapie.

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Wie schlimm es werden kann

Experten halten eine großflächige Ausbreitung in Europa derzeit für sehr unwahrscheinlich, warnen aber vor einer weiteren Ausbreitung in Afrika. Der bislang schwerste Ebola-Ausbruch in Westafrika kostete zwischen 2014 und 2016 mehr als 11.000 Menschen das Leben. Der zweitgrößte Ausbruch ereignete sich von 2018 bis 2020 im Ostkongo mit mehr als 2.200 Todesfällen.

Die bewaffneten Konflikte, die in den damals wie heute betroffenen kongolesischen Provinzen Ituri und Nord-Kivu die Arbeit für Helfer erschwerten, haben sich seitdem deutlich verschlimmert. Milizen kontrollieren große Teile der rohstoffreichen Gebiete. Hilfsorganisationen wie das International Rescue Committee machen massive Kürzungen der Hilfsgelder für Gesundheits- und Vorsorgeprogramme, insbesondere der USA, mit dafür verantwortlich, dass der Ausbruch wohl erst nach Dutzenden unbemerkten Infektionen erkannt wurde.

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