„Ich liebe dich, ich komme zurück“
Eisbachsurferin über Wal-Aktion: „Ich wollte ihm Mut machen“
21.04.2026 – 02:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Münchner Eisbachsurferin springt von einer Fähre in die Ostsee, um den gestrandenten Wal zu erreichen. Doch ihr Vorhaben endet früher als geplant.
Um den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee zu erreichen, ist eine Münchnerin von einer Fähre ins Meer gesprungen – und wurde von einem Polizeiboot gestoppt, bevor sie das Tier erreichte. Nicola Kovács, 58, Eisbachsurferin und Klima- und Tierschutzaktivistin, berichtet davon in einem Interview mit der „Abendzeitung“.
Kovács zufolge war ihr Ziel, den Wal zu beruhigen: „Ich wollte dem Wal Mut machen“, sagt sie der „AZ“. „Ich wollte dorthin schwimmen, wo das Auge ist, und versuchen, ruhig mit ihm zu sprechen.“ Als das Polizeiboot sie stoppte, habe sie dem Tier zugerufen: „Ich liebe dich, ich komme zurück und wir retten dich!“
Den Anstoß zur Aktion habe sie aus Chatgruppen bekommen, in denen Anwohner berichteten, der Wal weine und rufe die ganze Nacht. Niemand sei bei dem Tier gewesen, so Kovács. „Es gab keine Versorgung, Pflege, gar nichts“, schildert sie ihre persönlichen Wahrnehmungen. Hinter der Aktion stecke nach Kovács Ansicht auch Kalkül: „Wir machen da eine große Show für die TV-Sender draus.“
Kovács erhebt zudem einen schweren Vorwurf gegen Greenpeace: Die Organisation habe „den Wal sterben lassen wollen“.
Dass ausgerechnet sie ins Wasser gestiegen sei, führt Kovács auf ihre Erfahrungen als Eisbachsurferin und Klimaaktivistin zurück. Rechtliche Konsequenzen fürchtet sie nicht: „Mir passiert gar nichts, außer dass ich ein paar Hundert Euro zahlen muss.“
