WM-Anteile für Investoren?

Jetzt äußert sich Infantino: „Es ist ein Vorschlag“

29.07.2026 – 21:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Die neuesten Pläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino riefen ein weltweites Echo hervor. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK/imago)

Der Fifa-Präsident verteidigt sein Vorhaben, über Investoren noch mehr Geld bei Weltmeisterschaften zu scheffeln. DFB-Boss Neuendorf nennt das Vorgehen „überaus problematisch“.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich in einem Video des Weltverbands zu den umstrittenen Plänen geäußert, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu verkaufen. Er bezeichnete das Vorhaben als freiwilliges Angebot – und stieß damit auf scharfen Widerspruch aus großen Teilen der Fußballwelt.

In dem am Mittwochabend veröffentlichten Video sagte Infantino: „Es ist ein Vorschlag, ein Angebot, Teil eines demokratischen Beratungsprozesses. Es ist eine Gelegenheit, aber keine Verpflichtung.“

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Die Fifa plant die Gründung eines Tochterunternehmens namens Fifa Forward Enterprise (FFE). Es solle „alle Fifa-Wettbewerbe verwalten und vermarkten“ – allerdings nur mit Zustimmung der Mehrheit der 211 Nationalverbände sowie des Fifa-Councils. Infantino verspreche sich davon die „Erschließung bisher nicht realisierter Werte“. Die kommerzielle Seite des Fußballs zu stärken, sei „der logische nächste Schritt“.

DFB-Präsident stellt sich gegen Infantinos Pläne

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt haben. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen – die Verbände werden dabei mit hohen Zahlungen geködert. Von derzeit acht Millionen US-Dollar pro Vierjahreszyklus soll der Betrag laut Weltverband zunächst auf 20 Millionen und bis 2035 auf bis zu 24 Millionen US-Dollar steigen. Dazu käme optional eine Einmalzahlung in Höhe von 20 Millionen US-Dollar.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf schloss sich der großen Welle der Kritik an. In einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF sagte er: „Es ist ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen.“ Infantinos Pläne seien „überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig“.

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