Seit vielen Jahren verheiratet

Das Privatleben von Kanzlersohn Matthias Brandt


23.09.2026 – 12:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Matthias Brandt: Am 7. Oktober feiert der Schauspieler 65. Geburtstag. (Quelle: IMAGO/Peter Hartenfeser)

Das Private ist politisch? Für den Sohn des früheren Kanzlers Willy Brandt trifft dieser Slogan immer zu. Was über Matthias Brandt abseits seiner Familiengeschichte bekannt ist.

Sein Debüt feierte er 1989 in dem Fernsehfilm „Ein Prachtexemplar“, später erlangte Matthias Brandt als Münchner Kommissar Hanns von Meuffels in der ARD-Krimireihe „Polizeiruf 110“ breite Bekanntheit. Eine Rolle, die er von 2011 bis 2018 spielte. Dabei stand der Schauspieler gewissermaßen qua Geburt im Rampenlicht: Er ist der jüngste Sohn des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt.

Eine familiäre Verbindung, die niemals zu einer beruflichen wird, wie er vor einigen Jahren im Interview mit t-online preisgab: Auf keinen Fall spiele er eines Tages seinen Vater, so Brandt. „Ich wäre nicht richtig besetzt. Außerdem würde das in den Bereich der Befangenheit fallen. Ich würde das Angebot aus rein professionellen Gründen ablehnen“, erklärte der heute 64-Jährige auf die Frage nach der Verquickung von Familie und Beruf.

1969: Der frühere Bundeskanzler Willy Brandt betrachtet gemeinsam mit seinem Sohn Matthias Brandt das Modell einer Dampfmaschine. (Quelle: imago/Sven Simon)

In seinem 2016 veröffentlichten Buch „Raumpatrouille“ gewährte er Einblicke in seine Kindheit. Es habe „Wachleute und Fahrer“ gegeben, „denen man Streiche spielen“ konnte, schrieb er. Oder einen Nachbarn namens Heinrich Lübke, der einmal Bundespräsident war. Letzteren besuchte der junge Matthias Brandt gelegentlich, um mit ihm Kakao zu trinken, heißt es in dem Buch.

Matthias Brandt entstammt der Beziehung von Willy Brandt und dessen zweiter Ehefrau, der norwegisch-deutschen Autorin Rut Brandt. Den inzwischen berühmten Familiennamen nahm sein Vater erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an. Willy Brandt wurde in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm geboren. Als die NSDAP an die Macht kam, floh er aus politischen Gründen nach Norwegen ins Exil. Dort wechselte er den Nachnamen.

Es gebe „mehr hübsche Mädchen als gute Fußballer“

Seine Kindheit beschrieb Matthias Brandt einst so: Sie sei durch „eine große Freiheit“ geprägt gewesen. „Was auch damit zu tun hat, dass meine Eltern mit anderen Dingen beschäftigt waren.“ Dass er Schauspieler wurde, störte die Eltern nicht. Doch ursprünglich hatte Matthias Brandt andere Träume: Er wollte Fußballprofi werden. „Die besseren Fußballer haben immer die hübschen Mädchen abgekriegt“, schrieb er in seinem Buch und fügte an: „Ich habe aber irgendwann festgestellt, dass es mehr hübsche Mädchen als gute Fußballer gibt.“

Eines Tages hatte auch Matthias Brandt Glück und fand in Sofia die Frau seines Lebens. Da der Schauspieler sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus hält, ist das Hochzeitsdatum des Paares nicht bekannt. Die beiden sind seit Jahrzehnten in einer Beziehung, vor der Jahrtausendwende kam die gemeinsame Tochter Naima auf die Welt.

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