Nach 75 Jahren

Fahnenhersteller aus Wuppertal meldet Insolvenz an

Aktualisiert am 22.04.2026 – 18:17 UhrLesedauer: 1 Min.

VW-Fahnen im Wind (Symbolbild): Das insolvente Unternehmen Fahnen Herold belieferte auch Großevents der Automobilindustrie. (Quelle: photo2000/imago-images-bilder)

Krise in der Autoindustrie, wachsender Druck aus Asien: Der Traditionshersteller Fahnen Herold ist insolvent. So soll es für das Unternehmen jetzt weitergehen.

Das Wuppertaler Unternehmen Fahnen Herold hat Insolvenz angemeldet und ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Wie der WDR berichtet, produziert der Fahnenhersteller seit 75 Jahren Flaggen und Wimpel – unter anderem für Fußball-Weltmeisterschaften und Großevents der Automobilindustrie.

Als Hauptursache für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen die Schwäche der Automobilbranche. Autokonzerne zählen zu den wichtigsten Auftraggebern. Deren rückläufige Nachfrage schlage sich direkt in der Auftragslage nieder. Gleichzeitig habe der Wettbewerb aus Asien spürbar zugenommen.

Um im Markt bestehen zu können, hatte Fahnen Herold Millionenbeträge in neue Drucktechnik investiert. Den wirtschaftlichen Druck abfedern konnte diese Maßnahme jedoch nicht. Im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens sollen nun Restrukturierungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Als Ziel nennt das Unternehmen eine nachhaltige Sanierung, entweder über einen Insolvenzplan oder durch die Gewinnung eines Investors.

Die Gehälter der Beschäftigten sind vorerst durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Damit soll der laufende Betrieb stabilisiert und das Fachwissen im Unternehmen gehalten werden.

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