USA-Iran-Abkommen

Hoffnung auf Frieden beflügelt Wall Street – Dow-Rekordhoch

Aktualisiert am 16.06.2026 – 00:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Times Square in New York: Die Hoffnung auf Frieden in Nahost treibt die Finanzmärkte an. (Archvbild) (Quelle: IMAGO/Richard B. Levine/imago)

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat die US-Börsen beflügelt. Der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte ein Rekordhoch.

Die Aussicht auf ein Ende des Iran-Krieges hat die Wall Street am Montag angetrieben. Nach einer vorläufigen Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus markierte der Dow-Jones-Index ein Rekordhoch. Die drei Hauptindizes schlossen den dritten Handelstag im Plus und erholten sich von einer Schwächephase, die durch geopolitische Spannungen und Kursrücksetzer bei KI-Aktien ausgelöst worden war.

Der Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,9 Prozent auf 51.671 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 3,1 Prozent auf 26.684 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 legte 1,7 Prozent auf 7554 Stellen zu. Das Angstbarometer der Wall Street, der Volatilitätsindex VIX, gab den dritten Tag in Folge nach.

Ölpreis rutscht ab

Das Rahmenabkommen, das am Freitag in der Schweiz formell unterzeichnet werden soll, klammert Streitthemen wie das iranische Atomprogramm und den Konflikt zwischen Israel und dem Libanon aus. Dennoch sorgte die Nachricht für einen Preisrutsch am Ölmarkt. US-Rohöl verbilligte sich um 4,9 Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit März.

Die Ölpreise gaben wieder nach. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Marco Bader/imago)

Dies dämpfte Inflationssorgen der Anleger und beflügelte zinssensible Technologiewerte. Auch Aktien von Fluggesellschaften wie United Airlines sowie den Kreuzfahrtanbietern Norwegian Cruise und Carnival profitierten von den sinkenden Treibstoffkosten, während Energiewerte nachgaben. „Die Märkte erleben eine klassische Erleichterungsrally“, sagte Gene Goldman, Chefanlagestratege bei Cetera Investment Management. „Wir haben ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das den Ölpreis stark drückt. Das lindert die Inflationsängste und lockt die Anleger wieder in risikoreichere Anlagen wie Technologie.“

Investoren hoffen zudem, dass die wieder anlaufenden Ölexporte aus dem Nahen Osten der US-Notenbank Fed Spielraum geben, die Zinsen stabil zu halten. Die Währungshüter kommen am Mittwoch zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammen. Es ist
das erste Treffen unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh, der im Mai die Nachfolge von Jerome Powell angetreten hat. Zuletzt hatten Inflationsdaten für Mai gezeigt, dass höhere Energiekosten die Verbraucherpreise steigen ließen. Händlern zufolge wird die Fed die Zinsen in dieser Woche voraussichtlich unverändert lassen. Das FedWatch-Tool der CME Group signalisiert jedoch eine Wahrscheinlichkeit von 42 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende.

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