Bald Unesco-Welterbe?
Berliner Wohnhäuser können groß herauskommen
Aktualisiert am 19.07.2026 – 11:54 UhrLesedauer: 1 Min.
In Südkorea tagt eine Expertenkommission der Unesco. Dabei wird auch über eine Siedlung in Berlin entschieden.
Seit Sonntag tagt das Welterbe-Komitee der Unesco im südkoreanischen Busan. Dabei wird unter anderem über die Aufnahme der Waldsiedlung Zehlendorf in die Liste der Unesco entschieden.
Zu der Waldsiedlung Zehlendorf gehören fast 2.000 Häuser. Die Häuser sind um den U-Bahnhof Onkel Toms Hütte gelegen und für ihre bunten Fassaden bekannt. In diesem Jahr feierte die Siedlung ihr hundertjähriges Bestehen.
- Bad Bunny-Konzert abgebrochen: Unwetter mit Hagel trifft Zuschauer
- DWD gibt Warnstufe Orange heraus: Schwere Unwetter rollen über Deutschland
Welterbe: Auch Normandie in der Auswahl
Nach dem Wunsch Deutschlands soll die Wohnanlage als Teil der Berliner Moderne anerkannt werden. Als Siedlungen der Berliner Moderne sind bereits seit 2008 Wohnsiedlungen aus verschiedenen Teilen der Stadt Teil des Welterbes. Sie können alle dem Stil des Neuen Bauens zugerechnet werden.
Für die Unesco-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt sind insgesamt rund 30 Stätten nominiert, darunter das Teatro Amazonas in Manaus und das Teatro da Paz in Belém, die vom Kautschuk-Boom im Brasilien des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeugen. Frankreich schlägt die Aufnahme der alliierten Landungsstrände von 1944 in der Normandie in die Unesco-Liste vor.
Die 48. Sitzung des Komitees in Busan dauert bis zum 29. Juli. Die Unesco ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen.
