Freisetzung unter unbekannten Umständen
Wal Timmy ist „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ tot
Aktualisiert am 05.05.2026 – 15:59 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine Privatinitiative transportiert den geschwächten Buckelwal in die Nordsee. Seitdem fehlt jede unabhängig verifizierbare Spur von ihm. Experten gehen davon aus, dass das Tier tot ist.
Der Buckelwal, der nach einer wochenlangen Odyssee und mehreren Strandungen an der Ostseeküste von einer privaten Initiative in die Nordsee gebracht wurde, ist nach Einschätzung von Experten wahrscheinlich tot. Es sei davon auszugehen, dass das extrem geschwächte Tier „nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt“, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund am Dienstag mit.
Im Video | Video soll Timmy in Freiheit zeigen
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Experten des Meeresmuseums waren über Wochen in die Rettungsbemühungen für den Wal eingebunden. Gemeinsam mit anderen Fachleuten, darunter Umweltschutzorganisationen, kamen sie vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen Tier nicht mehr zu helfen sei und alle weiteren Hilfsversuche unterbleiben sollten. Am späteren Transport durch die von Unternehmern finanzierte Initiative war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.
Die Privatinitiative hatte den etwa zwölf Meter langen jungen Wal am vergangenen Dienstag vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern nach tagelangen Vorbereitungen in einen wassergefüllten Lastkahn bugsiert und mit einem Schleppverband aus der Ostsee bis zur Nordspitze von Dänemark transportiert. Dort wurde das Tier am Samstag unter nicht genau bekannten Umständen auf hoher See freigesetzt. Vertreter der Initiative machten der Schiffsbesatzung danach schwere Vorwürfe.
