„Drei kompetente Trainer verschlissen“

Ex-DFB-Boss Bierhoff rechnet mit Nationalspielern ab

21.09.2026 – 07:26 UhrLesedauer: 1 Min.

Oliver Bierhoff: Von 2004 bis 2022 arbeitete er für den DFB. (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)

Der ehemalige DFB-Geschäftsführer sieht das Scheitern der Nationalmannschaft nicht als Trainerproblem. Sein Urteil über die Spieler fällt deutlich aus.

Der frühere DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff hat die deutschen Nationalspieler scharf kritisiert. Er macht ein grundlegendes Persönlichkeits- und Charakterproblem für das schlechte Abschneiden der Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren verantwortlich – nicht die Trainer.

Im Vergleich mit Spitzennationen wie Frankreich und Spanien fehle es der DFB-Elf an herausragenden Persönlichkeiten. Der Europameister von 1996 sagte im Gespräch mit dem „Kicker“: „Mit Jogi Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann hat die Mannschaft drei kompetente und erfolgreiche Trainer verschlissen.“ Das Team könne in kritischen Momenten „nicht den Schritt zulegen. Wir haben sehr professionelle und gute Spieler, aber zu wenige, die Verantwortung und Initiative auf dem Platz übernehmen“.

  • TV-Experte attackiert Wirtz: „Wäre nicht in meinem Team“
  • Baumann spricht über Klopp: „Hat die Tür nicht zugemacht“

Bei den Weltmeisterschaften in Katar und in den USA habe vor allem „Herz, Leidenschaft und Charakter“ gefehlt. Bierhoff beschrieb seine Wahrnehmung so: Er „hatte das Gefühl, wir waren gelähmt und konnten auf schwierige Situationen nicht reagieren“.

Bierhoff blickt mit Zuversicht auf Klopp

Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp hofft der 58-Jährige auf eine Trendwende. Klopp habe mit seinem Doppelkader bereits Eindruck hinterlassen und wolle „Dinge anders machen“.

Bierhoff zeigte sich daher zuversichtlich: „Ich bin überzeugt davon, dass er schon mit dem ersten Spiel Begeisterung entfachen wird.“ Die Botschaft des neuen Bundestrainers laute: „So wie bisher geht es nicht weiter.“

Share.
Exit mobile version