Versorgung mit Kerosin sicher
Eurowings gibt Steuersenkung nicht weiter
02.06.2026 – 20:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Ab Juli sinkt die Luftverkehrsteuer. Bei Eurowings bleiben die Ticketpreise dennoch hoch. Steigende Kosten für Kerosin und Gebühren gleichen den Effekt aus.
Die Fluggesellschaft Eurowings hat angekündigt, die Ticketpreise trotz der zum 1. Juli sinkenden Luftverkehrsteuer nicht zu senken. Wie das Kölner Unternehmen mitteilte, gleichen andere Kostensteigerungen die Steuerentlastung aus.
Dazu zählen nach Angaben von Eurowings vor allem höhere Treibstoffkosten, Gebühren und weitere Abgaben. Die reduzierte Luftverkehrsteuer werde ab Juli zwar vollständig auf den Tickets ausgewiesen, der Endpreis für Kunden ändere sich dadurch aber nicht automatisch.
Letzte Luftverkehrsteuererhöhung wird zurückgenommen
Der Bundestag hatte im Mai beschlossen, die jüngste Erhöhung der Luftverkehrsteuer zurückzunehmen. Auf Kurzstrecken sinkt die Abgabe zum 1. Juli um 2,50 Euro pro Ticket.
Eurowings-Chef Max Kownatzki erklärte, die Kosten der Airline seien in den vergangenen zwei Jahren im zweistelligen Prozentbereich gestiegen. Die Ticketpreise hätten dagegen nur einstellig zugelegt. Derzeit könne das Unternehmen nur etwa die Hälfte der Mehrkosten an die Passagiere weitergeben.
Kownatzki forderte weitere Entlastungen bei Steuern, Abgaben und Flughafengebühren. Dann könne Eurowings zusätzliche Flugzeuge unter anderem in Berlin oder Hamburg stationieren.
Kersosinversorgung ist erstmal gesichert
Für Reisende sieht die Fluggesellschaft die Versorgung mit Kerosin für den gesamten Sommerflugplan als gesichert an. Eurowings werde für einen stabilen Flugbetrieb sorgen, erklärte Kownatzki.
Nach Unternehmensangaben hat sich die Nachfrage für die laufende Sommersaison zuletzt erholt. Für Mallorca liegen die Buchungen inzwischen neun Prozent über dem Vorjahreswert. Vor wenigen Wochen habe noch ein Rückstand von 20 Prozent bestanden. Eurowings fliegt Palma de Mallorca im Sommer nach eigenen Angaben mehr als 400 Mal pro Woche an.










