Welt-Alzheimertag

Verdacht auf Demenz? Das sind die ersten Warnsignale


Aktualisiert am 21.09.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Demenzrisiko: Es steigt mit dem Alter stark an. (Quelle: SolStock/getty-images-bilder)

Immer häufiger gehen Namen verloren, Alltagsaufgaben fallen schwerer: Das können Demenz-Anzeichen sein. Doch was ist normal im Alter und wann wird es ernst?

Viele Menschen kennen das: Der Schlüssel ist verschwunden, ein Name liegt auf der Zunge, Termine werden verwechselt. Solche kleinen Gedächtnislücken gehören oft zum Älterwerden. Aber wenn sie sich häufen oder der Alltag dadurch spürbar schwerer wird, sollten Betroffene und Angehörige aufmerksam werden. Denn mit diesen Symptomen kann sich eine beginnende Demenz bemerkbar machen.

Wichtig zu wissen

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz, wobei sie schätzungsweise bis zu 70 Prozent aller Demenzfälle ausmacht. Sie ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die durch den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist.

Wie sieht der Weg zur Diagnose aus? Und wie geht es danach weiter? Ein Überblick:

Schritt 1: Warnsignale richtig deuten

Eine normale Altersvergesslichkeit unterscheidet sich von Demenz, wie die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) erklärt. Es gibt mehrere Anhaltspunkte, die Betroffene und Angehörige mit ihren Beobachtungen abgleichen können.

Was für eine Demenz spricht:

  • Ein konkretes Anzeichen ist, wenn Altbekanntes zur Herausforderung wird. Zum Beispiel, wenn man Spielen oder Kochrezepten, die man gut kennt, auf einmal nicht mehr folgen kann, so die AFI.
  • Betroffene einer Demenz neigen zudem dazu, Gegenstände an ungewöhnliche Stellen zu verlegen, weil sie vergessen, wofür sie gut sind. Auch starke Stimmungsschwankungen oder Persönlichkeitsveränderungen ohne erkennbaren Grund können ein Anzeichen sein. Einige fühlen sich etwa an unbekannten Orten unwohl oder verhalten sich aggressiv.

Was eher für altersbedingte Gedächtnisprobleme spricht:

  • Eine gewisse Zerstreutheit, wenn etwa komplexe Aufgaben wie das Programmieren des Fernsehers anstehen, kann im Alter normal sein. Auch ganz ohne beginnende Demenz-Erkrankung kann es passieren, dass ältere Menschen Namen oder Verabredungen kurzfristig vergessen oder verwechseln. Laut der AFI fallen sie einem dann aber später wieder ein.
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Schritt 2: Symptome ärztlich abklären lassen

Der erste Weg, um Gedächtnisprobleme abzuklären, führt immer in die Hausarztpraxis. Dort kennt man die Krankengeschichte des Betroffenen am besten. Je nach Befund überweist der Hausarzt an einen Facharzt für Neurologie oder Psychiatrie oder empfiehlt eine Gedächtnisambulanz in einer Klinik.

Wichtig: Zum Termin sollte man eine vertraute Person mitnehmen. Für Ärzte sind Beobachtungen aus dem Umfeld wertvoll, da sie helfen, das Ausmaß der Probleme besser einzuschätzen.

Gemeinsames Erinnern: Es kann Demenz-Patienten Halt geben. (Quelle: SolStock/getty-images-bilder)

Schritt 3: Eine passende Behandlung finden

Eine Demenz-Diagnose erschreckt viele Betroffene. Doch auch wenn es keine Heilung gibt, können verschiedene Therapien den Verlauf verzögern und die Lebensqualität verbessern.

Etwa mithilfe von Medikamenten, sogenannter Antidementiva. Zu dieser Gruppe zählen die Acetylcholinesterase-Hemmer: Sie verzögern den Abbau eines Botenstoffs, der für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen zuständig ist.

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