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Gesundheit

Erste Hinweise finden sich früher als gedacht

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 2, 2026
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Nicht erst im Alter

Erste Hinweise auf Arteriosklerose finden sich früher als gedacht


02.09.2026 – 16:38 UhrLesedauer: 3 Min.

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Arzt erklärt Arteriosklerose (Symbolbild): Weltweit gehören die sogenannte Arterienverkalkung und die dadurch verursachten Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. (Quelle: PonyWang/getty-images-bilder)

Arteriosklerose gilt als Alterserkrankung. Doch eine große Studie zeigt: Erste Ablagerungen finden sich schon bei jungen Erwachsenen.

Arteriosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt, entwickelt sich für gewöhnlich über viele Jahre. Dabei lagern sich unter anderem Fette und andere Substanzen in der Gefäßwand ab. Die Gefäße können dadurch enger und weniger elastisch werden. Betroffene bemerken davon häufig über Jahrzehnte nichts – Fachleute sprechen mitunter auch von „stiller Arteriosklerose“. Trotzdem können sich die Ablagerungen bereits auf die Gefäße auswirken und das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.

Wie früh die Veränderungen beginnen können, zeigt nun eine Studie, die in Dänemark und Spanien durchgeführt und kürzlich in der Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde. Für die Forschungsarbeit untersuchten die Wissenschaftler 16.808 Erwachsene zwischen 18 und 70 Jahren, die bislang keine bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten. Dafür wurden die Hals- und Beinschlagadern per dreidimensionalem Ultraschall betrachtet. Zusätzlich kam eine spezielle Computertomografie der Herzkranzgefäße zum Einsatz.

Bereits bei jungen Erwachsenen nachweisbar

Dabei stellte sich heraus, dass insgesamt 57,1 Prozent der Teilnehmer bereits Anzeichen einer Arteriosklerose aufwiesen. Selbst bei den 18- bis 29-Jährigen waren die Veränderungen bei 8,7 Prozent der Männer und 6,7 Prozent der Frauen nachweisbar. Bei den jungen Erwachsenen hatte bereits etwa jeder 13. Teilnehmer Ablagerungen in mindestens einer Arterie. Bei den 60- bis 70-Jährigen waren es sogar rund neun von zehn.

Mit zunehmendem Alter nahm nicht nur der Anteil der Betroffenen zu. Auch das Volumen der Ablagerungen stieg deutlich an. Bei jüngeren Menschen waren meist einzelne, außerhalb des Herzens liegende Gefäßabschnitte betroffen. Mit zunehmendem Alter fanden sich die Veränderungen häufiger in mehreren Gefäßregionen.

Frauen holen ab der Lebensmitte auf

Auffällig waren auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei Männern stieg die Häufigkeit der Arteriosklerose schon in der ersten Lebenshälfte an. Bei Frauen nahm sie dagegen insbesondere zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr deutlich zu – also in einer Lebensphase, die häufig mit den Wechseljahren zusammenfällt.

Risiko-Scores erfassen nicht alle Betroffenen

Ein weiterer wichtiger Befund: Herkömmliche Verfahren zur Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos, darunter der Risiko-Score SCORE2, erfassten nur einen kleinen Teil der Menschen, bei denen bereits eine stille Arteriosklerose nachweisbar war. Mit den üblichen Risikofaktoren wie Alter, Blutdruck und Cholesterin lassen sich demnach nur eingeschränkt Rückschlüsse ziehen, ob sich bereits Ablagerungen in den Gefäßen gebildet haben.

  • Arteriosklerose vorbeugen: So bleiben die Gefäße elastisch

Vorsorge könnte sich verändern

Studienleiter Borja Ibáñez spricht deshalb von einem möglichen neuen Ansatz: Statt das Herz-Kreislauf-Risiko nur anhand solcher Faktoren zu berechnen, könne man die Erkrankung direkt mithilfe bildgebender Verfahren nachweisen. „Der Studie zufolge können wir nun einen Schritt weitergehen und die Krankheit erkennen, bevor sie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursacht.“

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