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Home » Ermittler nennen Details zum Schützen von Stade
Panorama

Ermittler nennen Details zum Schützen von Stade

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 1, 2026
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Ermittler nennen Details zum Schützen von Stade

„Extrem kaltblütige Gewalttat“

Ermittler nennen Details zum Schützen von Stade


Aktualisiert am 01.07.2026 – 09:51 UhrLesedauer: 2 Min.

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Im Video: Dieses Motiv hat der Täter.

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Ein 45-jähriger Mann soll in einer Jugendhilfeeinrichtung sechs Menschen getötet haben. Als mögliches Motiv gilt ein Sorgerechtsstreit.

Durch Schüsse in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind am Montag sechs Menschen getötet worden. Die zwei Männer und vier Frauen waren Mitarbeitende der Jugendeinrichtung, teilte die Polizei mit. Die Ermittler sprachen am Abend von einer „extrem kaltblütigen Gewalttat“ aus familiären Motiven.

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter auf der Flucht vom Tatort in einem Mercedes stellen. Die Fahrerin des Fahrzeugs, eine nicht näher benannte Frau, habe laut Ermittlern „eine enge Verbindung zur Familie des Täters“. Die 65-Jährige befindet sich in Gewahrsam und wird vernommen.

  • Schüsse in Stade: Sechstes Opfer stirbt – Polizei äußert sich zum möglichen Hintergrund

Ermittler nennen Details zum mutmaßlichen Täter

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 45-jährigen, in Deutschland geborenen Mann mit türkischen Wurzeln. Das Motiv könne ein Sorgerechtsstreit gewesen sein.

Die drei Monate alte Tochter des mutmaßlichen Schützen befand sich zum Tatzeitpunkt mit der Mutter in der Einrichtung. Am Tattag hatte der mutmaßliche Schütze einen Termin in der Einrichtung, bei dem es um das Sorgerecht gehen sollte.

Weder das Kind noch die 34-jährige Frau sind unter den Opfern, erklärte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol bei einer Pressekonferenz am Montagabend. Sie seien unverletzt in Sicherheit.

GERMANY-SHOOTING/Vergrößern des Bildes
Ein Polizeiwagen steht hinter dem Fahrzeug, mit dem der mutmaßliche Täter nach der Bluttat in Stade geflohen sein soll. (Quelle: NEWS5/reuters)

Die Tatwaffe wurde von der Polizei sichergestellt. Der Tatverdächtige ist in der Nähe von Hannover wohnhaft. Er ist polizeibekannt, unter anderem wegen Drohungen. Er wurde allerdings bislang nicht als gewalttätig geführt. Der mutmaßliche Schütze hat keine Erlaubnis zum Führen einer Waffe. Wie er an diese gekommen ist, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Berichte des NDR und WDR, wonach der mutmaßliche Täter zum Miri-Clan gehören soll, bestätigten die Behörden nicht. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, hieß es auf eine Nachfrage bei der Pressekonferenz.

Mutter des Kindes ist in Gewahrsam

Auch die Mutter des drei Monate alten Kindes befindet sich in polizeilichem Gewahrsam. Sie wird von der Polizei befragt, weil sie während der Schüsse am Tatort war.

Am Montag waren kurz nach 12 Uhr mehrere Notrufe eingegangen. Zeugen berichteten von Schüssen in der Mutter-Kind-Einrichtung in der Dankersstraße in Stade. Einsatzkräfte fanden vor Ort vier Tote. Eine weitere Person konnte nicht mehr reanimiert werden. Ein sechstes Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

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