Seismologe warnt Schwimmer

Erdbeben trifft europäische Urlaubsregion


24.04.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Erdbebenkarte des Geodynamischen Instituts Athen: Das Hauptbeben hatte eine Stärke von 5,7. (Quelle: Geodynamisches Institut Athen)

Bewohner und Urlauber schrecken in Griechenland aus dem Schlaf: Die Erde bebt. Ein Experte warnt davor, im Meer zu schwimmen.

Ein Erdbeben der Stärke 5,7 hat Griechenland erschüttert. Das Epizentrum lag südöstlich der Ferieninsel Kreta in etwa zehn Kilometern Tiefe unter dem Meeresboden rund 20 Kilometer südlich der Hafenstadt Ierapetra.

Zum Zeitpunkt des Bebens um 6.20 Uhr Ortszeit machten sich Berichten zufolge viele Bewohner gerade fertig für die Arbeit. Andere schliefen noch und wurden von dem Beben geweckt.

Berichte über größere Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Die Behörden führten Kontrollen durch, meldete der griechische Rundfunk. Einwohner berichteten, dass das Beben in der gesamten südlichen Ägäis deutlich zu spüren gewesen sei und mehrere Sekunden dauerte.

Der Seismologe Akis Tselentis beschrieb das Ereignis als erwartet. Er erklärte laut der Zeitung „Ta Nea“, dass in den vergangenen Monaten in der Region eine intensive mikroseismische Aktivitäten registriert worden seien. Südlich von Kreta treffen zwei Erdplatten aufeinander: Die afrikanische schiebt sich unter die europäische. Deshalb kommt es in der Region immer wieder zu teils starken Erdbeben.

Er wies zudem darauf hin, dass in den kommenden 24 Stunden mit mehreren kleineren Nachbeben zu rechnen sei. Bewohner sollten Ingenieure bitten, ältere Gebäude, die Anzeichen von Materialermüdung aufweisen, zu überprüfen.

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