99 Kilometer tief

Starkes Erdbeben erschüttert die Anden


21.08.2026 – 10:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Epizentrum des Erdbebens lag rund 31 Kilometer nordwestlich des Ortes Aniso.

Ein Erdstoß der Stärke 6,7 lässt Zentralperu erzittern – Staubwolken steigen aus den Tälern auf. Das Erdbeben ist bis in die Hauptstadt Lima zu spüren.

Ein starkes Erdbeben hat am Donnerstag den Süden Perus erschüttert. Nach Angaben des US-Erdbebendienstes USGS erreichte es eine Magnitude von 6,7. Das Beben ereignete sich um 13 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag rund 31 Kilometer nordwestlich der Kleinstadt Aniso im Departement Ayacucho, in den zentralen Anden. Der Erdbebenherd befand sich in rund 99 Kilometern Tiefe.

Inzwischen liegen erste Berichte über Schäden vor. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP wurden mindestens zwei Menschen verletzt, als sie sich während des Bebens in Coracora in Sicherheit bringen wollten. Behörden meldeten zudem Schäden an 22 Wohnhäusern, sechs Gesundheitseinrichtungen und einer Schule. Betroffen waren unter anderem Orte wie Coracora, Upahuacho und Puquio.

Staub schwebt nach einem Erdbeben in Pausa, Peru, in der Luft. (Quelle: Radio Pauza en la Noticia/reuters)

Tsunamigefahr besteht nach dem Erdbeben nicht

In der Umgebung von Coracora kam es außerdem zu Steinschlägen. Bilder und Videos aus dem Andenraum, etwa aus Pausa, zeigen Staubwolken in den Tälern und erschütterte Häuser, aber keine großflächigen Zerstörungen.

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Das Erdbeben war in weiten Teilen des südlichen Perus und selbst in der Hauptstadt Lima zu spüren. Eine Tsunamigefahr bestand nach Angaben der peruanischen Marine nicht. Die Behörden kontrollieren weiterhin besonders gefährdete Gebiete.

Staub steigt nach einem Erdbeben in der Region Ayacucho, Peru, über den Hügeln auf und schwebt in der Luft. (Quelle: YERSON CORONADO/reuters)

Erdbeben innerhalb der abgesunkenen Nazca-Platte

Das Erdbeben ereignete sich in einer tektonisch besonders aktiven Region. Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte. Dabei entstehen entlang der gesamten Westküste Südamerikas immer wieder starke Erdbeben. Neben flachen Beben an der Plattengrenze können auch Erdbeben in größerer Tiefe innerhalb der bereits unter Südamerika abgesunkenen Nazca-Platte auftreten.

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