Ohrenbetäubender Knall

Gewaltiger Felssturz löst sich in den Dolomiten


Aktualisiert am 05.10.2026 – 04:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Bellunser Alpen in Südtirol: Am Tofana di Dentro kam es zu einem Felssturz. (Quelle: Lorenzo Mattei)

Ein aufsehenerregender Erdrutsch löst sich in den italienischen Dolomiten. Die Gesteinsmassen wirbeln so viel Staub auf, dass das Ausmaß der Mure bisher noch nicht bekannt ist.

In den Dolomiten in Italien kommt es erneut zu einem Felssturz. Der gewaltige Erdrutsch ereignete sich am nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am frühen Sonntagnachmittag.

Ausgangspunkt des aufsehenerregenden Felssturzes, der von einem ohrenbetäubenden Knall begleitet wurde, waren die Nordwände der Tofana di Dentro in den Belluneser Dolomiten in Norditalien. Die Gesteinsmassen, die ins Tal rollten, wirbelten weißen Staub auf, der sich wie ein dichter Schleier über die Felswände legte.

Felssturz in Italien: Erdrutsch in Venetien alarmiert Rettungskräfte

Weil das Gebiet von Wanderwegen durchzogen ist, wurden umgehend Überprüfungen eingeleitet, um die Folgen des Erdrutsches festzustellen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs beendete ein Rettungshubschrauber gerade einen Einsatz auf den Tofana. Eine 52-jährige Wanderin hatte sich im Gebiet am Knie verletzt.

Der Bergretter wurde mit einer zehn Meter langen Winde abgeseilt, um die Wanderin zu versorgen und anschließend an Bord des Rettungshubschraubers zu heben. Nachdem der Notarzthubschrauber die Frau abgesetzt hatte, kehrte dieser zum Ort des Erdrutsches zurück. Der Versuch, das vom Felssturz betroffene Gebiet zu überfliegen, ermöglichte jedoch keine Annäherung. Die starke und anhaltende Staubentwicklung in der Luft behinderte die Einsätze aus der Luft.

Mure in Norditalien: Ausmaß des Erdrutsches noch unklar

Daher laufen weiterhin Untersuchungen, um das genaue Ausmaß des Erdrutsches zu ermitteln und die Lage entlang der Wanderwege im Val Travenanzes zu überprüfen. Erste Befürchtungen, dass Wanderer von der Mure erfasst worden sein könnten, bestätigten sich bisher nicht.

Mitte September kam es oberhalb von Sulden an der Vorderen Schöntaufspitze bereits zu einem Felssturz in der Region. Damals warnten Experten vor weiteren Abbrüchen in dem betroffenen Gebiet der Südtiroler Dolomiten. Damals kam beim Abgang der Mure keine Person zu Schaden.

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