Wofür steht ODA?
ODA steht für „Official Development Assistance“. Hierbei handelt es sich um das international anerkannte Maß staatlicher Mittel zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Partnerländern. Die Regeln werden vom Development Assistance Committee (DAC) der OECD festgelegt. ODA wird manchmal auch als Entwicklungszusammenarbeit bezeichnet.
Wie viel hat Deutschland im Jahr 2025 für Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben?
Nach vorläufigen Berechnungen der OECD stellte Deutschland im Jahr 2025 26 Milliarden Euro (über 29 Milliarden US-Dollar) an öffentlichen Entwicklungsgeldern zur Verfügung. Das entsprach 0,56 Prozent seines Bruttonationaleinkommens (BNE). Damit bleibt Deutschland – ebenso wie die meisten der derzeit 34 DAC-Staaten – weiterhin hinter dem international vereinbarten UN-Ziel von 0,7 Prozent zurück.
Ist Deutschland der größte ODA-Geber?
Ja. Nach vorläufigen Zahlen der OECD war Deutschland im Jahr 2025 in absoluten Zahlen der weltweit größte ODA-Geber. Mit Ausgaben von 29,1 Milliarden US-Dollar setzt die OECD Deutschland auf Platz eins, knapp vor den USA mit 29,0 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt Deutschland trotz Haushaltszwängen ein verlässlicher internationaler Partner bei der Bewältigung von Krisen und der Bekämpfung von Armut, Hunger und Klimawandel.
Wie wird das Geld verwendet?
Ein Teil der Mittel fließt direkt in Partnerländer, beispielsweise zum Wiederaufbau der Energieinfrastruktur in der Ukraine, zur Finanzierung von Wasser- und Beschäftigungsprogrammen in Jordanien oder zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit und nachhaltigen Landwirtschaft in Äthiopien. Im Jahr 2023 flossen im Rahmen der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit 5,7 Milliarden US-Dollar nach Afrika, 3,9 Milliarden US-Dollar nach Asien (ohne Nahen Osten) und 2,8 Milliarden US-Dollar in den Nahen Osten.
Gleichzeitig finanziert Deutschland über Organisationen wie das Welternährungsprogramm, UNHCR und UNICEF internationale Hilfs- und Entwicklungsprogramme. Hinzu kommen Ausgaben im Inland, die ebenfalls auf die ODA-Finanzierung angerechnet werden, insbesondere Gelder, die für Flüchtlinge im ersten Jahr nach ihrer Ankunft in Deutschland ausgegeben werden. Mit rund 4,3 Milliarden Euro entsprach dies rund 17 Prozent der deutschen ODA-Ausgaben im Jahr 2025. Zu den gesamten ODA-Ausgaben zählen auch die von den Bundesländern bereitgestellten Mittel, um einen Teil der Studienkosten für Studierende aus Entwicklungsländern zu decken; im Jahr 2025 waren es vorläufig 2,2 Milliarden Euro oder 8,5 Prozent der Gesamtsumme.
Woher kommt das Geld?
Den vorläufigen Zahlen zufolge stammten im Jahr 2025 rund 39 Prozent der deutschen Fördermittel aus dem Haushaltsplan des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weitere Förderquellen sind das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der deutsche Beitrag zur EU-Entwicklungszusammenarbeit.
Wichtige Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind die Deutsche Förder- und Entwicklungsbank KfW, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie zahlreiche Verbände und Organisationen.
