Sie nannten ihn den „Gärtner“

Riesiges Kopfgeld: Kartell-Boss in Mexiko festgenommen

Aktualisiert am 28.04.2026 – 10:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Die mexikanische Polizei (Archivbild): Jetzt haben Sicherheitskräfte auch den Nachfolger von „El Mecho“ festgenommen. (Quelle: Félix Márquez/dpa/dpa-bilder)

Er wurde als Nachfolger des getöteten Kartellbosses „El Mencho“ gehandelt. Doch nun sitzt „El Jardinero“ in Haft.

Mexikanische Spezialkräfte haben einen der mutmaßlichen Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) festgenommen. Audias Flores-Silva, bekannt als „El Jardinero“ („der Gärtner“), wurde im Bundesstaat Nayarit verhaftet. Das bestätigte der mexikanische Sicherheitsminister Omar García Harfuch am Montag auf der Plattform X.

Gegen Flores-Silva liegt in Mexiko ein Haftbefehl vor. Zudem verlangen die US-Behörden seine Auslieferung. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar für seine Ergreifung ausgesetzt.

Flores-Silva soll ein Territorium entlang der mexikanischen Pazifikküste für die CJNG kontrolliert haben. Er galt als möglicher Nachfolger von Kartell-Chef Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“, der Ende Februar bei einem Militäreinsatz getötet wurde. Für Cervantes‘ Ergreifung hatten die USA sogar 15 Millionen Dollar Belohnung ausgesetzt.

Empfohlener externer Inhalt
X

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Nach dem Tod von „El Mencho“ kam es in weiten Teilen Mexikos zu Vergeltungsaktionen des Kartells. Dutzende Menschen wurden getötet, ausländische Touristen saßen zeitweise in ihren Hotels fest.

Das CJNG gilt als das Verbrechersyndikat mit dem größten Einflussgebiet in Mexiko. Die US-Regierung stuft es als ausländische Terrororganisation ein. Nach US-Angaben ist das Kartell transnational aufgestellt – mit Verbindungen bis nach China und Australien.

Neben dem Handel mit dem Opioid Fentanyl ist es demnach auch in Erpressung, Menschenschmuggel, Öl- und Mineraliendiebstahl sowie Waffenhandel verwickelt. Gegründet wurde es von „El Mencho“. Der Ex-Polizist führte das Kartell mindestens seit 2011.

Share.
Exit mobile version