Ermittlungen laufen

Ein Toter und rund 30 Verletzte: Chemieunfall in Nürnberg

Aktualisiert am 15.05.2026 – 19:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Einsatzkräfte vor Ort: Laut Feuerwehr waren etwa 100 Rettungskräfte im Einsatz. (Quelle: Sanitätseinsatzleitung/Nürnberger Hilfsorganisationen/dpa/dpa-bilder)

Bei einem Chemikalienaustritt in einem Nürnberger Betrieb werden 30 Menschen verletzt. Eine Person verstirbt. Warum vieles noch unklar ist.

Bei einem Chemikalienaustritt in einem Betrieb in Nürnberg sind 30 Menschen verletzt worden. Zwei davon schweben in Lebensgefahr, hieß es am Nachmittag. Am frühen Abend teilte die Polizei dann mit, dass einer der beiden Verletzten in einem Krankenhaus verstarb.

Laut dem Roten Kreuz wurden 17 der Verletzten ins Krankenhaus gebracht. Die gesamte Anlage wurde evakuiert, auch die Polizei konnte das Gebäude im Nordostpark zunächst nicht betreten. Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach aber nicht, weil der giftige Stoff innerhalb des Gebäudes blieb und nicht an die Luft gelangte.

Chemieunfall im Nordostpark: „Dramatische Lage“

Wie ein Sprecher der Nürnberger Feuerwehr mitteilte, handelt es sich um eine Firma, die routinemäßig mit Chemikalien arbeitet. Bis die Unfallursache geklärt ist, kann noch einige Zeit vergehen. Um welche Chemikalie es sich handelte, war zunächst nicht bekannt.

Der Alarm ging laut Feuerwehr am frühen Nachmittag ein. Ein Großaufgebot der Berufsfeuerwehr sowie Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Orten rückte aus. Die ersten Einsatzkräfte fanden demnach „eine dramatische Lage“ vor, da sie mehrere Verletzte retten und ins Freie bringen mussten. Alle Verletzten seien jedoch zügig aus dem Gefahrenbereich gerettet und medizinisch versorgt worden, hieß es.

Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen. Außerdem waren etwa 50 Kräfte des Rettungsdienstes mit mehreren Rettungswagen und Notärzten sowie mehrere Polizisten beteiligt.

Ermittlungen stehen noch am Anfang

Parallel zu den Rettungsmaßnahmen hätten die Einsatzkräfte etwa 70 Betriebsangehörige aus dem Gebäude gebracht, hieß es in einer Feuerwehr-Mitteilung.

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken sagte, haben die Ermittlungen noch nicht begonnen, weil das Gebäude nicht betreten werden kann. Insofern war unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte – ob der Stoff zum Beispiel aus einer defekten Maschine oder Anlage austrat oder ob ein Mensch beteiligt war. Die Nürnberger Kripo wird die Ermittlungen demnach voraussichtlich erst in der kommenden Woche aufnehmen.

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