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Home » Ein Kriegsfilm mit moralischen Fragen
Unterhaltung

Ein Kriegsfilm mit moralischen Fragen

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 22, 2026
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TV-Tipp

Kriegsepos mit großen Hollywood-Namen läuft heute im TV


Aktualisiert am 22.08.2026 – 07:38 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Tom Hanks (li.) und Matt Damon: Die beiden Schauspieler sind in diesem Kriegsepos zu sehen. (Quelle: Allstar))

Dieser Kriegsfilm zeigt den D-Day so roh und ungeschönt wie kaum ein anderer Film zuvor. Er überzeugt mit einem Staraufgebot vor und hinter der Kamera.

Neben „Der weiße Hai“ und „Jurassic Park“ hatte sich Steven Spielberg auch mit Filmen wie „Schindler’s Liste“ und „Das Reich der Sonne“ einen Namen gemacht. Doch der 1998 erschienene „Der Soldat James Ryan“ war auch für Spielberg ein ganz besonderes Projekt. Der Regisseur wollte den Zweiten Weltkrieg zeigen, wie ihn Veteranen tatsächlich erlebt hatten, statt zu verklären, wie viele Hollywood-Produktionen zuvor.

Die berühmte Eröffnungs-Sequenz am Strand von Omaha Beach verzichtet auf jede heroische Überhöhung. Sie zeigt stattdessen Chaos, Angst und den Überlebenskampf der Soldaten. Spielberg nutzte visuelle Kniffe und erreichte damit einen bis dato ungewöhnlich echten Stil. Das war für einen Kinofilm dieser Größenordnung einzigartig und veränderte nachhaltig, wie Krieg im Film dargestellt wird.

Darum geht es in „Der Soldat James Ryan“

Nach der Schlacht am Omaha Beach in der Normandie erhält Captain John Miller (Tom Hanks) den Befehl, mit einem kleinen Trupp Soldaten hinter die feindlichen Linien vorzudringen. Sie sollen den Fallschirmjäger James Ryan (Matt Damon) finden. Ryans drei Brüder sind innerhalb weniger Tage im Krieg gefallen, weshalb der letzte überlebende Sohn der Familie nach Hause geholt werden soll. Für Miller und seine Männer bedeutet das eine gefährliche Suche in unbekanntem, vom Feind kontrollierten Gebiet.

Schon bald stellt sich die Frage, ob es gerecht ist, acht Leben zu riskieren, um einen einzigen Mann zu retten. Denn je tiefer der Trupp ins Land vordringt, desto mehr gerät der Auftrag ins Wanken. Immer wieder stoßen die Soldaten auf Widerstand, Verluste und moralische Zwickmühlen. Miller kämpft dabei nicht nur gegen den Feind, sondern auch mit seinen eigenen Zweifeln am Sinn der Mission.

So aufwändig war die Eröffnungs-Sequenz in „Der Soldat James Ryan“

Die Eröffnungs-Sequenz des Filmes am Omaha Beach war nicht nur extrem aufwändig. Sie zeigt auch, wie ernst es Spielberg war, einen möglichst realistischen Kriegsfilm zu schaffen. Er drehte weite Teile mit wackliger Handkamera und entsättigten Farben, um die Härte der Bilder noch zu verstärken. Dieser fast dokumentarische Stil war für einen Blockbuster-Kinofilm neu und veränderte damit den Stil des Genres für immer.

Die circa 20 Minuten lange Landungssequenz gilt aber auch aus monetären Gründen als eine der bis heute aufwändigsten Kriegsszenen der Filmgeschichte. Rund 12 Millionen US-Dollar flossen allein in diese Szene. Das ist ein Fünftel des gesamten Film-Budgets von 70 Millionen Dollar. Gedreht wurde am Ballinesker Beach im irischen County Wexford. Die Originalschauplätze waren inzwischen zu stark verändert worden oder standen unter Denkmalschutz.

Rund 400 Crewmitglieder, über 1.000 irische Reservisten und zusätzliche Statisten machten die Sequenz zu einem logistischen Großprojekt. Allein die Vorbereitung der Sequenz nahm mehrere Wochen und rund 15 Drehtage in Anspruch. Tausende Liter Kunstblut färbten Wasser und Sand rot, während echte Sprengsätze für die Explosionen sorgten. All das trug dazu bei, dass die Sequenz als eine der realistischsten Kriegsdarstellungen im Film gilt.

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