Warum der Tankrabatt trotzdem verpufft
Spritpreise fallen unter wichtige Marke
13.05.2026 – 17:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Super E10 und Diesel kosten erstmals seit Längerem weniger als zwei Euro pro Liter. Der Tankrabatt kommt bei den Verbrauchern aber noch nicht vollständig an.
Die Preise für Benzin und Diesel sind an deutschen Zapfsäulen erstmals seit Wochen unter die Zwei-Euro-Marke gefallen. Super E10 kostet im bundesweiten Mittel aktuell 1,973 Euro je Liter, Diesel 1,983 Euro. Das meldet der Verkehrsklub ADAC.
Energiesteuersenkung drückt die Preise
Im Vergleich zur Vorwoche gaben die Preise spürbar nach: Super E10 verbilligte sich um 5,2 Cent, Diesel sogar um 11,2 Cent. Den Hauptgrund dafür sieht der ADAC in der seit dem 1. Mai geltenden Energiesteuersenkung. Dieser staatliche Tankrabatt von rund 17 Cent je Liter soll die finanziellen Folgen des Iran-Kriegs für Autofahrer abfedern. Zusätzlich drückt der sinkende Rohölpreis das Niveau: Ein Barrel der Sorte Brent kostete zuletzt rund 105 US-Dollar. Das sind etwa fünf Dollar weniger als in der Vorwoche.
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ADAC wirft Konzernen Profitgier vor
Trotz der Entlastung kritisiert der ADAC die Mineralölkonzerne scharf. Knapp zwei Wochen nach Einführung des Tankrabatts fließe der Steuervorteil zwar größtenteils, aber eben immer noch nicht vollständig an die Verbraucher. Der Automobilklub bewertet das Preisniveau bereits seit Wochen als künstlich überhöht und sieht deutliches Potenzial für weitere Senkungen.
Der beste Zeitpunkt zum Tanken
Wer günstig tanken will, sollte laut ADAC kurz vor 12 Uhr mittags an die Zapfsäule fahren. Seit der Einführung des sogenannten Österreich-Modells in Deutschland sind die Preise zu diesem Zeitpunkt im Tagesverlauf am niedrigsten. Nach dieser gesetzlichen Regelung dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag – exakt um 12 Uhr – erhöhen. Senkungen sind dagegen jederzeit erlaubt. Kurz vor dem Sprung um Punkt Mittag ist Kraftstoff daher am billigsten.
