Neuer Fokus
Mazda verschiebt eigene E-Autos um zwei Jahre
15.05.2026 – 13:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich wollte Mazda schon bald mit neuen Elektroautos angreifen. Nun verschieben die Japaner ihre Pläne und setzen stattdessen auf eine andere Technik.
Mazda verschiebt die Einführung seines ersten eigens entwickelten Elektroautos um zwei Jahre. Wie die „Automobilwoche“ berichtet, soll das Modell nun frühestens 2029 statt bereits 2027 auf den Markt kommen. Gleichzeitig reduziert der japanische Hersteller seine Investitionen in Elektromobilität deutlich und setzt stärker auf Hybridfahrzeuge.
Hintergrund seien schwächere Nachfrage, gekürzte Förderprogramme und neue politische Unsicherheiten in den USA und Europa. Konzernchef Masahiro Moro bezeichnete Mazda dabei als „bewussten Nachzügler“ bei Elektroautos.
Keine großen Abschreibungen nötig
Anders als andere Hersteller dürfte Mazda den Strategiewechsel vergleichsweise problemlos verkraften. Während Konzerne wie Ford oder Stellantis wegen verschobener Elektropläne teils hohe Abschreibungen verbuchen mussten, sieht Mazda nach eigenen Angaben kaum zusätzlichen Finanzbedarf. „Bei batterieelektrischen Fahrzeugen waren wir immer vorsichtig“, sagte Moro.
Tatsächlich hatte Mazda schon bisher zurückhaltend auf reine Elektroautos gesetzt. Mit dem MX-30 brachten die Japaner 2020 zwar ein kompaktes Elektro-SUV auf den Markt. Die Batterie fiel jedoch klein aus, die Reichweite lag bei rund 200 Kilometern. Die Japaner betonten damals, das sei eine bewusste Entscheidung, da die real zurückgelegten Distanzen meist darunter liegen.
Später ergänzte Mazda das Modell um einen Range Extender mit Verbrennungsmotor. Das reine Elektroauto wurde 2024 eingestellt, Anfang 2026 endet in Europa auch der Verkauf der Variante mit Reichweitenverlängerer.
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Fokus auf Hybridtechnik
Künftig will Mazda stärker auf Hybridmodelle setzen, beispielsweise beim erfolgreichen CX-5. Gleichzeitig baut der Hersteller die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Changan aus. Die gemeinsam entwickelten Elektroautos Mazda 6e und CX-6e sind bereits in Europa erhältlich – mit chinesischer Technik, aber japanischem Design.
Auch die Investitionen werden deutlich reduziert: Bis 2030 plant Mazda laut „Automobilwoche“ noch umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro für die Elektrifizierung ein. Ursprünglich waren mehr als zehn Milliarden Euro vorgesehen. Zudem senkt der Hersteller seine Erwartungen für den Anteil von Elektroautos am weltweiten Absatz deutlich.
