Wetter in NRW
„Heat Dome“ aus Afrika bringt Hitze – und dann Gewitter
26.05.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 3 Min.
NRW schwitzt – und das bleibt auch erstmal so. Ursache ist ein Hitzephänomen aus Afrika, das dem Westen auch kräftige Gewitter einbringen wird.
30 Grad Ende Mai – das ist kein durchschnittlicher Frühlingstag. In Köln und weiten Teilen NRWs hat das Pfingstwochenende Temperaturen gebracht, die man sonst eher vom Hochsommer kennt. Und das ist kein Zufall. Verantwortlich für die ungewöhnliche Wärme ist eine sogenannte Hitzeglocke, auf Englisch „Heat Dome“ – ein stabiles Hochdruckgebiet, das sich wie ein Deckel über weite Teile Europas legt.
Kühlere Luftmassen und Regenfronten werden blockiert, während gleichzeitig heiße Luft aus Nordafrika weit nach West- und Mitteleuropa vordringt. Im Zentrum des Hochs sinkt die Luft ab und erwärmt sich dabei zusätzlich, Wolkenbildung wird unterdrückt, die Sonne kann den Boden nahezu ungehindert aufheizen – und die Wärme staut sich über Tage.
Im Video | Die Hitze geht weiter – Wann kommt der Wettersturz?

Besonders heftig trifft es laut dem Panorama-Ressort von t-online derzeit Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien. Aktuelle Wettermodelle wie ECMWF und GFS simulieren in höheren Luftschichten Temperaturanomalien von regional bis zu 15 Grad über dem langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit – Werte, die sonst erst im Juli oder August erreicht werden. Wie weit sich die Hitze noch nach Osten ausbreitet, hängt davon ab, wie stark sich das blockierende Hochdruckgebiet weiter in Richtung Mitteleuropa verschiebt.
DWD rechnet mit Hitze: bis zu 34 Grad in NRW am Dienstag
In Nordrhein-Westfalen spitzt sich die Lage zunächst noch weiter zu. Am heutigen Dienstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) sonniges und niederschlagsfreies Wetter mit Höchstwerten zwischen 31 und 34 Grad im Flachland – selbst in den höchsten Lagen des Sauerlandes werden noch rund 29 Grad erwartet.
Der Wind bleibt dabei schwach und kommt aus wechselnden Richtungen, eine Abkühlung ist also nicht in Sicht. In der Nacht zum Mittwoch gibt es immerhin etwas Erholung: Die Temperaturen fallen auf 11 bis 16 Grad, im Norden zieht es sich gebietsweise zu.
Deutliche Abkühlung in der Nacht zum Donnerstag
Ab Mittwoch dreht der Wind auf Nord bis Nordost, und das macht sich bemerkbar. Die Höchstwerte fallen deutlich auf 22 Grad im Nordosten und 28 Grad im Südwesten – am Kahlen Asten sind es nur noch 20 Grad. Vereinzelte Schauer sind zwar nicht völlig ausgeschlossen, bleiben aber wenig wahrscheinlich. Die Nacht zum Donnerstag wird klar und kühl: In Tallagen sind örtlich bis zu 5 Grad möglich.











