„Wie passt das denn zusammen?“

Dunja Hayali äußert sich zu Wal Timmy


21.04.2026 – 12:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Dunja Hayali: Die Journalistin steht für das ZDF vor der Kamera. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)

Die Sorge und das Engagement um Buckelwal Timmy ist enorm. Journalistin Dunja Hayali versucht, das nachzuvollziehen.

Die Medien werden von der politischen Weltlage beherrscht. Die Kriege in der Ukraine und in Nahost werden engmaschig verfolgt, US-Präsident Donald Trump schafft es täglich in die Schlagzeilen. Doch auch ein Ereignis hierzulande an der Ostsee erhält ein riesiges Medienecho: Buckelwal Timmy liegt seit Tagen im seichten Wasser und bewegt sich kaum von der Stelle, die Frage bis heute offen: Wird er überleben oder nicht?

Jetzt äußert sich ZDF-Moderatorin Dunja Hayali zu der riesigen Aufmerksamkeit, die Timmy erfährt. „Natürlich möchte ich auch, dass er lebt, überlebt und dass es ein Happy End gibt und gleichzeitig frage ich mich: Wie kann das eigentlich sein, dass so viele Menschen mit diesem Wal mitfiebern, mitleiden, Empathie empfinden?“, sagt sie in einem Instagram-Video. Sie stellt die These auf: Ist das Weltgeschehen derzeit zu komplex für die Gesellschaft – und das Timmy-Drama hingegen „so schön unterkomplex“?

Was die 51-Jährige zudem wundert: „Wenn sie so viel Mitgefühl mit diesem Wal haben – wieso hören sie dann zum Beispiel nicht auch auf, Tiere zu essen?“ Dieser Wal sei genauso „hilflos“ wie „die Tiere in Schlachthäusern“. Sie wolle niemandem etwas vorschreiben, finde die Situation aber „paradox“. „Wie passt das denn zusammen?“

Auch Sängerin Sarah Connor äußerte sich vor ein paar Tagen zu Timmy. Die 45-Jährige setzt sich für den Schutz von Meeressäugern ein. Deswegen hätten sie viele Nachrichten bezüglich des Waldramas erreicht, sagte sie auf Instagram. „Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Super-Woman-Cape umwerfe und den Wal retten gehe.“ Sarah Connor sieht aber wohl keine Überlebenschancen für das Meerestier. „Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr.“

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