Sorgen um Privatfernsehen

Show-Dreikampf mit klarem Sieger – DSDS taumelt


10.05.2026 – 11:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Menowin Fröhlich: Er gewann die 22. Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Diese Zahlen dürften den Verantwortlichen von RTL und ProSieben nicht gefallen. Trotz aufwendiger Showkonzepte schauten sie am Samstagabend in die Röhre.

Die Qual der Wahl: Fernsehzuschauer konnten am Samstagabend gleich zwischen drei großen Showformaten entscheiden. Das Erste schickte „Wer weiß denn sowas? XXL“ ins Rennen, RTL sendete das Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ und ProSieben versuchte es mit „Schlag den Star“. Doch die Privatsender hatten das Nachsehen: Sowohl RTL als auch ProSieben erzielten enttäuschende Reichweiten.

So sahen durchschnittlich 1,63 Millionen Zuschauer den Sieg von Menowin Fröhlich bei DSDS. Ein herber Rückschlag, schließlich erreichte RTL vergangenes Jahr mit 1,83 Millionen bereits ein historisches Tief. Jetzt also die nächste Negativmarke. Doch „Schlag den Star“ schalteten noch weniger Menschen ein: Für das Duell zwischen Ekaterina Leonova und Isabel Edvardsson mit Vanessa Mai und Lola Weippert interessierten sich nur 820.000 Zuschauer.

Lachender Dritter war in dieser Konstellation das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Die meisten Menschen, die Lust auf Showfernsehen verspürten, entschieden sich für Das Erste. Mehr als 3,6 Millionen Menschen verfolgten „Wer weiß denn sowas? XXL“ mit Moderator Kai Pflaume. Selbst beim jüngeren Publikum triumphierte die ARD: Wie das Branchenmagazin „DWDL“ berichtet, schalteten 480.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren und sogar 1,05 Millionen zwischen 14 und 59 ein. Besorgniserregend für das Privatfernsehen: RTL und ProSieben sind für Jüngere nicht so attraktiv wie die ARD.

Insgesamt gab es aber noch einen anderen Sieger des Abends – fernab der großen Unterhaltungsshows. Das ZDF hatte eine Krimipremiere im Programm. Erstmals zeigte der Sender seinen neuen „Havelland-Krimi“ und lockte damit sogar 4,67 Millionen Menschen vor die Fernseher.

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