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Home » Domdechant Robert Kleine erklärt Eintrittsgeld für den Kölner Dom
Deutschland

Domdechant Robert Kleine erklärt Eintrittsgeld für den Kölner Dom

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 5, 2026
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Domdechant Robert Kleine erklärt Eintrittsgeld für den Kölner Dom

Kölner Dom

Domdechant nennt wahren Grund für Eintrittsgeld

05.06.2026 – 06:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Blick auf den Kölner Dom (Archivbild): Ab Juli wird am Eingang der Kathedrale Eintritt von Touristen verlangt. (Quelle: IMAGO/Marc John/imago)

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Ab Juli kostet der Kölner Dom 12 Euro Eintritt. Domdechant Kleine nennt jetzt die Zahl, die alles erklärt – und die viele Kritiker verstummen lassen dürfte.

Ab dem 1. Juli müssen Touristen 12 Euro zahlen, um den Kölner Dom zu besichtigen. Stadt- und Domdechant Robert Kleine verteidigt die Entscheidung – und nennt eine Zahl, die die Debatte in einem neuen Licht erscheinen lässt.

„Obwohl wir sehr offen kommuniziert haben, dass der Dom pro Tag eine Kostensumme von rund 44.000 Euro verursacht, sind bei 20.000 Besuchern pro Tag oft nur 700 Euro in den Spendenboxen gelandet“, sagt Kleine. Die Konsequenz: „Daher müssen wir nun einen Beitrag erheben, mit dem wir dieses Gotteshaus erhalten und weiterhin offenhalten können.“

Eintrittsgeld in Kölner Dom wird zwischen 10 und 17.30 Uhr erhoben

Der Dom bleibt dabei Gotteshaus. Gottesdienste und das stille Gebet sind weiterhin kostenlos möglich. Die Besichtigungsgebühr gilt nur in der touristischen Zeit zwischen 10 und 17.30 Uhr – einem Zeitraum, in dem laut Kleine rund 90 Prozent der Besucher nicht zum Beten, sondern zur Besichtigung kommen.

Neben den Finanzen nennt Kleine noch einen anderen Grund für den Schritt. Der Dom leide unter seiner eigenen Lage: Keine 100 Meter vom Hauptbahnhof entfernt, werde er von vielen Menschen im Vorbeigehen betreten – ohne innere Vorbereitung auf den geistlichen Ort. „Oft erscheint der Dom wie ein überdachter Marktplatz, wo Leute flanieren, sich lautstark unterhalten und – wie woanders auch üblich – Selfies und Gruppenfotos machen. Nur an ein ruhiges Gebet ist dann nicht zu denken.“

Mit weniger Besuchern rechnet Kleine durchaus. Er geht davon aus, dass diejenigen, die künftig ein Ticket kaufen, den Dom anders erleben werden: „wahrscheinlich ruhiger und ein wenig würdiger“ – sowohl für kunsthistorisch Interessierte als auch für Gläubige.

Keine Erhöhung des Eintrittgeldes bis 2030

Die Kosten sind gewaltig und dauerhaft. Der Unterhalt des gotischen Bauwerks verschlingt täglich rund 44.000 Euro – für Personal, Reinigung, Sicherheit und vor allem für den Bauunterhalt. 85 Mitarbeiter der Dombauhütte arbeiten täglich an der Kathedrale. Allein die Restaurierung der Strebewerke auf der Südseite wird bis ins Jahr 2070 dauern. „Keiner der heute lebenden Menschen wird den Dom jemals ohne Gerüste sehen“, sagt Kleine.

Ob der Preis in den kommenden Jahren steigt, ließ Kleine offen – gab aber einen Hinweis: Bis zum Jubiläum 2030, wenn der Dom 150 Jahre nach seiner Vollendung feiert, werde es keine Erhöhung geben.

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