Keine Eierknappheit?
Netto rationiert Eier – Aldi, Lidl und Rewe nicht
Aktualisiert am 09.07.2026 – 03:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Weil nicht genügend Ware geliefert wird, schränkt die in Nord- und Ostdeutschland aktive Handelskette Netto den Verkauf von Eiern ein. Wie steht es bei anderen Supermärkten und Discountern?
Maximal zwei Packungen Eier pro Einkauf können Kunden des Discounters Netto derzeit erwerben. Das bestätigte das Unternehmen mit dem Hund im Logo auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Hintergrund sei die angespannte Situation auf dem Eiermarkt, sagte eine Sprecherin der in Nord- und Ostdeutschland aktiven Handelskette. „Tierkrankheiten in regionalen Legehennenbeständen wirken sich auf die Verfügbarkeit von Eiern aus. Davon sind auch zwei unserer regional bezogenen Eierartikel betroffen, die wir vorübergehend nur eingeschränkt beziehen können.“
Gemeinsam mit den Lieferanten arbeite man daran, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Erwartet wird, dass sich die Lage ab kommender Woche entspannt. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über das Thema berichtet.
Wie ist die Situation bei anderen Händlern?
Andere Lebensmittelhändler wie Aldi, Edeka, Lidl, Kaufland oder Rewe haben mit derartigen Problemen aktuell nicht zu kämpfen, wie diese auf Anfrage von t-online bestätigen. Die Versorgung sei gesichert, bestätigte etwa Aldi, Rewe und Kaufland. Die Einkaufsmenge werde daher nicht.
Die Situation auf dem Eiermarkt gilt bereits seit Monaten als schwierig. Eine gestiegene Nachfrage und ein wegen mehrerer Tierseuchen eingeschränktes Angebot belasten die Versorgung. Vereinzelt kam oder kommt es im Einzelhandel deshalb zu Engpässen.
Marktanalystin Margit Beck von Marktinfo Eier und Geflügel sagt der dpa jedoch: „Ein nationaler Eiernotstand ist derzeit nicht zu verzeichnen. Regionale Ausfälle durch Newcastle Disease dürften zu den beobachteten Engpässen geführt haben.“
Laut einer Unternehmenssprecherin von Rewe sei im Raum Berlin die Mengenknappheit am ehesten noch sichtbar. Dies liege jedoch zum einen daran, dass dort der Absatz an Frischeiern am höchsten ist. Zum anderen, dass die Eiererzeuger der Region stärker betroffen sind als anderswo in Deutschland. „So kann es vorkommen, dass in Berliner Märkten nicht immer die volle Auswahl an Marken, Packungsgrößen und Haltungsformen angeboten werden kann. Frischeier gibt es aber immer.“
Alle Händler betonten zudem, man stehe im engen Austausch mit den Lieferanten und verfüge über ein breites Lieferantennetzwerk, wodurch Engpässe weitgehend vermieden werden können. Man versuche, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, betonen Aldi Nord und Aldi Süd.
Zwei Handelsketten, ein Name
Die Netto ApS & Co. KG ist Teil der dänischen Salling Group und nicht zu verwechseln mit dem größeren Netto Marken-Discount mit Sitz in Bayern, der zu Edeka gehört.
Der Discounter mit den Markenfarben Schwarz und Gelb hat seinen deutschen Firmensitz in Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern und betreibt nach eigenen Angaben rund 340 Märkte mit rund 6.000 Beschäftigten in acht Bundesländern – in Ostdeutschland, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der erste Markt wurde 1990 eröffnet.









