„Tatort“-Star

Dietmar Bär über sein Rentenalter: Das hält ihn vom Aufhören ab


24.08.2026 – 02:17 UhrLesedauer: 3 Min.

Dietmar Bär (Archivbild): (Quelle: C. Hardt/Future Image/imago-images-bilder)

Als Freddy Schenk ermittelt Dietmar Bär seit fast 30 Jahren im Kölner Tatort. Und auch sonst ist der gebürtige Dortmunder der Domstadt sehr verbunden.

Wenn Dietmar Bär morgens in Köln aufs Fahrrad steigt und auf den Rhein blickt, hat ihm der Anblick in den vergangenen Tagen und Wochen zu schaffen gemacht: Nach der jüngsten Hitzewelle sei der Fluss nur noch ein „trauriges Rinnsal“ gewesen, sagt der Schauspieler im Interview mit dem „Express“. Der Klimawandel treibt ihn um – und er zieht auch privat Konsequenzen daraus. Seit Bär und seine Frau „Voll-Kölner“ seien, sei er ohnehin viel lieber mit dem Rad unterwegs als mit dem Auto. Das liege daran, dass Köln im Vergleich zu Berlin verkehrstechnisch dafür besser geeignet sei, so Bär.

Nur für den Dreh seines neuen Films sei er noch einmal geflogen, berichtet der „Express“. Für seinen neuen Rosamunde-Pilcher-Film „Die Glücksbringerin“, der bereits im Stream läuft und am 6. September im ZDF um 20.20 Uhr ausgestrahlt wird, drehte Bär im britischen Newquay in der Grafschaft Cornwall – sein bislang letzter beruflicher Flug. In der Filmbranche habe sich einiges verändert, sagt Bär: Dank „Green Production“ gebe es inzwischen deutlich weniger Flüge, dafür mehr Zugfahrten. In der Verkehrspolitik wünscht er sich generell mehr Mut. Er kritisiert, dass viele Radwege einfach abrupt aufhörten, ohne weitergeführt zu werden. Als Vorbilder nennt er autofreie Innenstädte wie in Kopenhagen oder Amsterdam.

Dietmar Bär denkt nicht daran, als Freddy Schenk aufzuhören

Mit dem Kölner Karneval kann der gebürtige Dortmunder dagegen bis heute wenig anfangen. Er sei froh, dass es damit auch vielen „echten“ Kölnern ähnlich gehe. Ob man Zugang zum Karneval finde, hänge wohl von Prägungen ab, die man in der Kindheit erfahre, so Bär. An seine Zeit an der Seite von Willy Millowitsch in der Serie „Kommissar Klefisch“ von 1990 bis 1996 erinnert er sich dagegen mit sichtlicher Zuneigung. Bei einem nächtlichen Dreh sei der damals 80-jährige Millowitsch zwischendurch noch zu einem Auftritt gefahren und habe danach bis in die Morgenstunden weitergedreht: „Ich habe gemerkt: Wow, hinter Willy Millowitsch stecken viele tausend Theaterstunden voller Power!“

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Ans Aufhören als Kommissar Freddy Schenk denkt Bär trotz Rentenalter noch nicht. Er habe noch laufende Verträge zu erfüllen und wolle so lange weiterarbeiten, „wie die Produktion mich dabeihaben will“. Mit seiner Rolle teile er zumindest die Vorliebe für Anzüge und fürs Autofahren.

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