Harnwegsinfekt vorbeugen
Mit diesen Tipps lässt sich das Risiko für eine Blasenentzündung senken
Aktualisiert am 11.06.2026 – 09:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine Blasenentzündung ist unangenehm, vor allem, wenn der Harnwegsinfekt immer wieder auftritt. Wer ein paar Dinge beherzigt, kann das Risiko jedoch senken.
An einer Blasenentzündung (fachsprachlich Zystitis genannt) erkranken vor allem Frauen: Etwa eine von zehn Frauen leidet mindestens einmal pro Jahr daran. Und etwa jede zweite Betroffene bekommt innerhalb von zwölf Monaten erneut einen Harnwegsinfekt. Meist lösen Darmbakterien aus der eigenen Darmflora die Blasenentzündung aus.
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Bislang gibt es keine Möglichkeit, einer Blasenentzündung sicher vorzubeugen. Verschiedene Maßnahmen können jedoch dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu senken. Wie gut diese im Einzelfall wirken, lässt sich allerdings nicht mit Sicherheit sagen, da aussagekräftige Studien hierzu oft fehlen.
1. Auf die Flüssigkeitszufuhr achten
Wer ausreichend trinkt (am besten Wasser), kann einer erneuten Blasenentzündung möglicherweise vorbeugen – zu empfehlen sind mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Das soll die Blase gut durch- und Keime hinausspülen.
2. Harndrang nicht ignorieren
Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, ist es ratsam, bei Harndrang möglichst bald auf die Toilette zu gehen und die Blase vollständig zu entleeren. Bleibt Restharn zurück, kann das eine Blasenentzündung begünstigen, weil sich Krankheitserreger darin gut vermehren können.
3. Wasserlassen nach Geschlechtsverkehr
Geschlechtsverkehr kann Blasenentzündungen bei Frauen begünstigen, da durch die Bewegungen mitunter Keime in die Harnröhre gelangen. Wer direkt im Anschluss die Toilette aufsucht und die Blase entleert, kann die Keime im Idealfall direkt wieder hinausspülen und so das Erkrankungsrisiko senken.
4. Das passende Verhütungsmittel wählen
Frauen, die mit Diaphragma verhüten, haben ein leicht erhöhtes Erkrankungsrisiko. Wahrscheinlich, weil die spermienabtötenden Verhütungscremes und -gele (Spermizide), mit denen es kombiniert wird, die Scheidenflora mitunter ungünstig beeinflussen. Kommen Blasenentzündungen häufiger vor, kann es daher womöglich helfen, auf ein anderes Verhütungsmittel zu wechseln.
5. Richtige Hygiene im Intimbereich
Eine wichtige Rolle beim Vorbeugen spielt die richtige Toilettenhygiene: Nach dem Stuhlgang sollten Frauen sich immer von vorn nach hinten abwischen. Das senkt das Risiko, dass Darmbakterien in die Harnröhre gelangen und eine Blasenentzündung hervorrufen.
Auch die richtige Intimhygiene kann helfen: Dabei reicht es vollkommen aus, den Intimbereich mit warmem Wasser zu waschen. Produkte wie Intimsprays oder -lotionen sind hingegen überflüssig.
6. Sich warmhalten
Im Zusammenhang mit Blasenentzündungen taucht häufig der Tipp auf, den Körper warmzuhalten, um vorzubeugen. Richtig ist, dass Kälte die Immunabwehr beeinträchtigen und dadurch indirekt möglicherweise auch Harnwegsinfekte begünstigen kann: Vorausgesetzt, es befinden sich entsprechende Keime in der Harnröhre oder der Blase, können sich diese nun unter Umständen vermehren und eine Entzündung hervorrufen. Allerdings ist der direkte Zusammenhang zwischen Kälte und Blasenentzündungen nicht ausreichend erforscht.










