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Home » Diese Pollen lösen besonders oft Notfälle aus
Gesundheit

Diese Pollen lösen besonders oft Notfälle aus

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 30, 2026
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Studie zeigt Zusammenhang

Manche Pollen können Asthma besonders verstärken


30.08.2026 – 08:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Eine Frau benutzt ein Asthmaspray: Bei einem akuten Asthmaanfall können Bedarfs- oder Notfallmedikamente das Atmen rasch erleichtern. (Quelle: RealPeopleGroup/getty-images-bilder)

Dass Pollen Asthma verschlimmern können, ist bekannt. Welche Pollenarten das betrifft, war bisher jedoch unklar. Eine neue Studie liefert Antworten.

Der Pollenflug kann asthmatische Beschwerden bei einer bestehenden Allergie deutlich verschärfen: Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Bayern hat ergeben, dass hohe Pollenkonzentrationen mit mehr ambulanten Notfallbehandlungen wegen Asthma verbunden sind. Als besonders relevant stellten sich Birkenpollen heraus, gefolgt von Gräserpollen.

Schon gewusst?

In Deutschland haben etwa vier Prozent der Kinder und sechs Prozent der Erwachsenen Asthma. Das heißt: Ihre Atemwege sind kurzzeitig oder dauerhaft so verengt, dass sie schlecht Luft bekommen. Die Beschwerden treten meist anfallartig auf, oft auch nachts. Bei einem solchen Asthmaanfall kann eine zunächst nur leicht erschwerte Atmung in eine starke, mitunter bedrohliche Atemnot übergehen.

Pollenmessungen an drei Standorten

Für die Studie verglich ein Forschungsteam der Universität Augsburg die täglich in Augsburg, München und Nürnberg gemessene Konzentration von Erlen-, Birken-, Hasel- und Gräserpollen mit Daten zu ambulanten Notfallbehandlungen wegen akuter Asthmaanfälle. Bei der Auswertung berücksichtigte es auch andere mögliche Einflussfaktoren, darunter die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftverschmutzung.

Birke und Gräser stechen heraus

Dabei zeigte sich, dass hohe Konzentrationen von Birken- und Gräserpollen mit einem deutlichen Anstieg asthmabedingter Notfallbehandlungen einhergehen – vor allem während der jeweiligen Hauptpollensaison. Bei starkem Birkenpollenflug ist das Risiko um 64 Prozent erhöht. Bei Gräsern ist bereits eine mittlere Pollenbelastung mit einem Anstieg der Notfallbehandlungen verbunden; bei hoher Gräserpollenkonzentration steigt das Risiko um 41 Prozent.

Wie schnell sich die Pollenbelastung durch zunehmende Asthmabeschwerden bemerkbar macht, hängt von der jeweiligen Pollenart ab: Bei Birkenpollen stellte das Forschungsteam den stärksten Effekt am Tag der Belastung fest, bei Gräserpollen erst am Tag danach.

Echtzeitdaten als Frühwarnsystem

Die Studie bezieht sich nur auf drei bayerische Städte – ob die Ergebnisse auf andere Regionen übertragbar sind, müssen daher erst weitere Untersuchungen zeigen. Dennoch liefert sie wichtige neue Erkenntnisse, die Erstautor Matteo Boser so einordnet: „Dadurch wird besser nachvollziehbar, welche Auswirkungen unterschiedliche Pollenarten auf die Gesundheit haben und wann für Menschen mit Asthma ein erhöhtes Risiko bestehen kann.“

Das Forschungsteam sieht darin eine Chance auf eine wirksamere Vorbeugung. Studienleiterin Claudia Traidl-Hoffmann erklärt: „Automatisierte Echtzeit-Pollendaten können künftig Frühwarnsysteme verbessern, Betroffene dabei unterstützen, ihre Behandlung rechtzeitig anzupassen, und Ärztinnen und Ärzte auf Phasen mit erhöhtem Risiko vorbereiten.“

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