Heilpflanze Vitex agnus castus

Mönchspfeffer – diese Nebenwirkungen können auftreten


Aktualisiert am 05.06.2026 – 15:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Mönchspfeffer: Er wird bis zu sechs Meter hoch und trägt Blütenstände mit kleinen Blüten in Violett, Blau, Rosa oder Weiß, die später zu dunkelbraunen und beerenähnlichen Früchten werden. (Quelle: Viktoriya Kraynyuk/getty-images-bilder)

Die Heilpflanze Mönchspfeffer nutzen vor allem Frauen. Das pflanzliche Mittel kann allerdings auch Nebenwirkungen haben. Erfahren Sie, welche das sind.

Inhaltsverzeichnis

  • Mönchspfeffer: Welche Nebenwirkungen sind bekannt?
  • Hat Mönchspfeffer Auswirkungen auf die Libido?

Mönchspfeffer (auch als Vitex agnus castus oder Keuschlamm bekannt) entfaltet aufgrund seiner Inhaltsstoffe eine hormonähnliche Wirkung. Diese soll dabei helfen, den Menstruationszyklus zu regulieren. Zum Einsatz kommt dabei in der Regel ein Extrakt aus den Mönchspfeffer-Früchten.

Häufige Anwendungsgebiete für Mönchspfeffer sind unter anderem:

  • unregelmäßiger Menstruationszyklus
  • Menstruationsbeschwerden
  • Beschwerden durch das prämenstruelle Syndrom
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Unterstützung beim Abstillen

Allerdings ist die therapeutische Wirksamkeit für diese Anwendungsgebiete insgesamt nicht gut belegt, so etwa bei Zyklusstörungen. Prämenstruelle Beschwerden hingegen kann Mönchspfeffer möglicherweise tatsächlich lindern. Lesen Sie in den folgenden Kapiteln, welche Nebenwirkungen auftreten können und ob sich Mönchspfeffer auf das sexuelle Verlangen auswirkt.

  • Starke Regelschmerzen: Wann sie ein Hinweis auf Endometriose sind

Mönchspfeffer: Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Zwar ist Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) ein natürliches Heilmittel und gilt allgemein als gut verträglich. Dennoch sind Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. Möglich sind etwa:

  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Brustschmerzen
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Pickel, Hautrötungen
  • Unterleibsschmerzen
  • Zwischenblutungen
  • allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag, Gesichtsschwellung, Atembeschwerden, Schluckstörungen

Wenn bei der Einnahme von Mönchspfeffer Nebenwirkungen auftreten, sind diese meist eher harmloser Natur: etwa Pickel, eine gerötete Haut, Kopfschmerzen oder Schwindel. Diese Nebenwirkungen gelten nicht als bedenklich – in der Regel bilden sie sich zurück, sobald das pflanzliche Mittel abgesetzt wird.

Selten: Allergische Reaktionen als Nebenwirkung

Manche Menschen reagieren allerdings allergisch auf Mönchspfeffer. Das kann sich etwa durch Symptome wie anhaltenden Juckreiz und Hautausschlag bemerkbar machen. In solch einem Fall sollten Betroffene das Mittel absetzen und eine ärztliche Praxis aufsuchen, wenn die Nebenwirkungen nicht innerhalb weniger Tage deutlich abklingen.

Treten hingegen allergische Beschwerden wie ein geschwollenes Gesicht, Engegefühl im Hals oder Atemnot auf, gilt es, keine Zeit zu verlieren. Dann sollten Betroffene umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen oder je nach Situation auch den Rettungsdienst (112) rufen.

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