3.000 Meter Hindernis

Krause holt ihr drittes EM-Gold – Bronze für Gürth


Aktualisiert am 13.08.2026 – 22:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Gold-Jubel: Gesa Krause beim Überqueren der Ziellinie. (Quelle: Petr David Josek)

Drei deutsche Starterinnen schafften es ins Finale der 3.000 Meter Hindernis – das hatte es noch nie gegeben. Am Ende sprangen zwei Medaillen heraus.

Gesa Krause hat es wieder getan. Die 34-Jährige hat sich zum dritten Mal EM-Gold im 3.000 Meter Hindernislauf geholt. Silber sicherte sich die französische Titelverteidigerin Alice Finot, Bronze ging an Krauses Teamkollegin Olivia Gürth. Für die 24-Jährige, die im Juniorenbereich mehrmals Europameisterin wurde, ist Platz drei der größte Erfolg ihrer Karriere.

Dramatisch endete das Rennen für Lea Meyer, die auf Medaillenkurs liegend am letzten Wassergraben stürzte und Vierte wurde.

Krause, die seit Frühjahr 2023 Mama einer Tochter ist, hatte bereits 2016 in Amsterdam und 2018 in Berlin im EM-Hindernisrennen gesiegt. Zudem holte sie 2012 Bronze und 2021 Silber. Für den deutschen Leichtathletikverband ist es die erste Goldmedaille in Birmingham.

Krause „fehlen fast ein bisschen die Worte“

Im Finale bestimmten die Deutschen das Tempo. Meyer ging sehr schnell an, Krause blieb ihr auf den Fersen, das Feld war früh weit auseinandergezogen. Auch Gürth blieb in der Spitzengruppe dabei. Nach gut zwei Kilometern wurde das Rennen vorne etwas langsamer, damit taktischer und schließlich auch dramatisch. Krause hatte aber den mit Abstand besten Spurt.

Gesa Krause (l.) und Olivia Gürth jubeln über Gold und Bronze. (Quelle: IMAGO/Leah Kohring/imago)

In 9:12,69 Minuten setzte sich die Krause vor Finot (9:14,24) und Gürth (9:15,33) durch. Meyer als Vierte kam nach 9:17,07 ins Ziel und ärgerte sich maßlos: „Das war dämlich und doof, es ist aber nun mal so“, sagte die EM-Zweite von 2024 und ließ gleich eine Kampfansage folgen: „Bei Olympia 2028 in Los Angeles will ich als deutsche Rekordhalterin vorne mitlaufen.“

Krause sagte im ZDF-Interview: „Mir fehlen fast ein bisschen die Worte. Ich fühle mich so gut, es macht mir Spaß, es ist mein Leben und ich habe mir irgendwie mein eigenes Lebenswerk damit geschaffen. Solange mein Körper das mitmacht, möchte ich dem Sport treu bleiben.“

Und weiter: „Zum dritten Mal darf ich die Hymne hören, vielleicht ist es das letzte Mal – umso bedeutender ist der Moment für mich. Ich bin einfach unfassbar dankbar, dass der Race-Plan so aufgegangen ist, dass ich trotz der ganzen Nervosität dann heute im Rennen ganz bei mir war.“

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Gürth sagte über ihre Bronzemedaille: „Das ist ein Traum, den man vielleicht öffentlich nicht ausspricht, aber den man schon in sich trägt.“

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