Ernährungsmedizin
Diese Lebensmittel sind schlecht für Ihre Knochen
13.03.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine gesunde, vollwertige Ernährung mit viel Calcium stärkt die Knochen. Wer oft stark verarbeitete Lebensmittel verzehrt, bewirkt wohl eher das Gegenteil.
Stark verarbeitete Lebensmittel gelten schon länger als ungesund: Ihr Konsum fördert wahrscheinlich Übergewicht, Adipositas, Typ-2-Diabetes sowie Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Möglicherweise gefährden die Produkte auch die Knochengesundheit. Denn eine neue Studie zeigt: Je mehr davon auf dem täglichen Speiseplan steht, desto eher ist die Knochendichte gemindert und das Risiko für Knochenbrüche erhöht.
Als stark verarbeitet bezeichnet man industriell hergestellte Lebensmittel, deren Zutaten mehrere Verarbeitungsschritte durchlaufen haben. Dazu zählen etwa viele Limonaden, Brotaufstriche, Frühstückszerealien, Gebäcksorten, Süßigkeiten, frittierte Snacks, Wurstwaren und Fertiggerichte. Solche Produkte enthalten oft viel Zucker, Salz und/oder ungesunde Fette, aber kaum oder keine Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.
Die neue Studie sollte klären, ob ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr stark verarbeiteter Lebensmittel und der Knochendichte sowie dem Risiko für Knochenbrüche besteht. Dazu nutzte das Forschungsteam Daten der britischen Gesundheitsdatenbank „UK Biobank“.
Das Team wertete die Daten von 163.855 Erwachsenen aus, deren Durchschnittsalter 56 Jahre betrug. Die Daten waren über einen Zeitraum von zwölf Jahren erfasst worden und lieferten Informationen zur täglichen Ernährung, zur Knochendichte und zu Knochenbrüchen.
Im Schnitt nahmen die Studienteilnehmer jeden Tag etwa acht Portionen stark verarbeiteter Lebensmittel zu sich (wobei eine Portion beispielsweise einem Fertiggericht, einem Keks oder einer Limonade entsprach). Insgesamt traten in dem Beobachtungszeitraum 7.889 Frakturen auf, darunter 1.097 Hüftfrakturen.
Die Auswertung ergab: Eine hohe Aufnahme stark verarbeiteter Lebensmittel ging mit einer geringeren Knochendichte einher. Betroffen waren vor allem der Oberschenkelhals, aber auch der obere Teil des Oberschenkelknochens, die Lendenwirbelsäule und das restliche Skelett.
Das Risiko für Knochenbrüche nahm durch den Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel ebenfalls zu: Mit jeder zusätzlichen Portion pro Tag stieg das Risiko für eine Hüftfraktur um 10,5 Prozent. Das Risiko für alle Knochenbrüche zusammen nahm um 2,7 Prozent zu.
Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Menschen unter 65 Jahren und bei Untergewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI) von unter 18,5. Ein niedriger BMI gilt ohnehin als Risikofaktor für eine geringe Knochendichte. Laut dem Forschungsteam könnte Untergewicht die negativen Effekte stark verarbeiteter Lebensmittel zusätzlich verstärken.
Die Ergebnisse legen nahe, dass stark verarbeitete Lebensmittel auch die Gesundheit der Knochen beeinflussen. Das Besondere an der aktuellen Studie ist, dass sie diesen Zusammenhang erstmals in einer großen Untersuchung direkt am Menschen aufzeigt. Sie unterstreicht damit, wie wichtig es ist, den Konsum stark verarbeiteter Produkte zu begrenzen und stattdessen häufiger natürliche, frisch zubereitete und wenig verarbeitete Lebensmittel zu wählen.










