Es gibt allerdings keinerlei wissenschaftliche Belege dafür, dass Augentrost bei den aufgezählten Erkrankungen hilft, also auch nicht bei Heuschnupfen.
Was hilft gegen Heuschnupfen mit verstopfter Nase?
Ein mögliches Symptom von Heuschnupfen ist eine verstopfte Nase. Dagegen können salzhaltige Nasensprays und Nasenduschen helfen. Letztere spülen die Nasenschleimhaut mit einer salzhaltigen Flüssigkeit, wodurch zum Beispiel Staub und Pollen hinausbefördert werden. Verschiedene klinische Studien legen nahe, dass das einen positiven Effekt bei Heuschnupfen hat, die Datenlage reicht aber nicht für eine eindeutige Empfehlung.
Nasenduschen und die dazugehörige Salzlösung sind in Apotheken und Drogerien erhältlich. Achten Sie bei der Anwendung genau auf die Gebrauchsanweisung.
Was hilft sofort gegen Heuschnupfen?
Wer lästige Heuschnupfensymptome wie Niesen und tränende Augen schnell loswerden möchte, sollte nicht unbedingt auf Hausmittel setzen. Ihre Wirkung tritt in der Regel eher langsamer ein und ist auch nicht besonders nachhaltig.
Was allerdings schnelle Abhilfe verschaffen kann, sind Antihistaminika. Diese Medikamente unterdrücken den Botenstoff Histamin, sodass dieser weniger allergische Reaktionen auslösen kann. In Tablettenform wirken Antihistaminika innerhalb der ersten Stunde, als Nasenspray sogar innerhalb von 15 Minuten. Manche werden von den Tabletten müde oder bekommen Kopfschmerzen. Nasensprays können zu einem bitteren Geschmack im Mund führen.
Vor der Einnahme eines Antihistaminikums sollte allerdings ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Nur so lässt sich feststellen, welches Medikament in Ihrem Fall am besten hilft.
Was tun bei sehr starker Allergie?
Heuschnupfen kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Gegen starke allergische Reaktionen wie Bindehautentzündung, Juckreiz, Husten, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit sind Hausmittel nicht ratsam. In manchen Fällen helfen dann selbst Medikamente nicht mehr ausreichend. Damit es nicht so weit kommt, bietet sich eine sogenannte Hyposensibilisierung an.
Mit dieser Art von Behandlung wird das Immunsystem Schritt für Schritt an den Auslöser des Heuschnupfens gewöhnt, wodurch sich die Beschwerden langfristig abschwächen können. Die Hyposensibilisierung dauert etwa drei Jahre. Dass Niesreiz, verstopfte Nase und Augenjucken nachlassen, ist bereits im ersten Jahr der Behandlung möglich.
Sinnvoll bei starkem Heuschnupfen ist es auch, den Kontakt mit Pollen zu verringern. Wenn Sie wissen, wann die Pollen auftreten, die Ihre Beschwerden auslösen, können Sie für diese Zeit womöglich gezielt eine Urlaubsreise in pollenärmere Gegenden planen. Der Deutsche Wetterdienst bietet eine ständig aktualisierte Karte, die den Pollenflug für bis zu zwei Tage vorhersagt.
Sollten Sie starken Pollenflug nicht vermeiden können, bietet es sich an, die Fenster möglichst geschlossen zu halten und nur morgens oder abends zu lüften, wenn wenige Pollen fliegen. Sie können außerdem spezielle Pollenschutzgitter anbringen, die einen Großteil der Pollen abfangen.











