Kann teuer werden

Diese fünf Fehler sollten Sie beim Anlegen nicht machen


Aktualisiert am 10.07.2026Lesedauer: 3 Min.

Ein Mann fasst sich gestresst an den Kopf (Symbolbild): Bei der Geldanlage können Anleger verhängnisvolle Fehler begehen.

Ein Mann fasst sich gestresst an den Kopf (Symbolbild): Bei der Geldanlage können Anleger verhängnisvolle Fehler begehen. (Quelle: Cecilie_Arcurs/getty-images-bilder)

Weil Sparbuch, Lebensversicherung und Co. keine Erträge mehr abwerfen, zieht es Anleger an den Aktienmarkt. Diese Fallen sollten Sie meiden.

Für viele Deutschen sind Aktien, ETFs und Fonds mittlerweile Teil ihrer Altersvorsorge. Doch gerade Anlage-Anfängern unterlaufen häufig Fehler. Die verhängnisvollsten hat t-online für Sie zusammengestellt – damit Sie nicht in die gleichen Fallen tappen.

Fehler 1: Fehlende Streuung

Eine der obersten Börsenregeln lautet: nie alle Eier in einen Korb legen. Doch viele Anleger tun genau das. So setzen die Deutschen etwa überproportional oft auf den heimischen Leitindex Dax und lassen sich auf diese Weise Anlagechancen in anderen Ländern entgehen. Dieser „Home Bias“, wie es im Fachjargon heißt, führt oft zu einer geringeren Rendite.

Untersuchungen im Auftrag der Stiftung Warentest ergaben, dass der Deutschlandanteil in Depots von Privatanlegern deutlich höher ist, als es mit Blick auf die globalen Kapitalmärkte sinnvoll erscheint: Im internationalen Index MSCI World ist Deutschland demnach mit nur 2,2 Prozent vertreten, in den Anlegerdepots aber im Schnitt mit deutlich über 40 Prozent.

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Fehler 2: Nebenkosten unterschätzen

Noch eine wichtige Börsenweisheit: Hin und her macht Taschen leer. Wer versucht, sein Depot immer wieder zu optimieren und Aktien oder Fonds ständig kauft oder wieder verkauft, erreicht damit genau das Gegenteil. Denn jede Transaktion verursacht Kosten. Sowohl deren absolute Höhe als auch ihr langfristig schädlicher Effekt auf die Rendite werden gerne unterschätzt. So seien übereifrige Anleger schnell um einige hundert Euro ärmer.

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Fehler 3: Auf Trend-Aktien setzen

Der digitalen Geldanlageplattform Growney zufolge versuchen viele Privatanleger aktuellen Trends nachzulaufen. Doch in der Praxis funktioniert das selten. „Das richtige Timing ist häufig Glücksache“, heißt es seitens der Stiftung Warentest. „Wer zu oft ein- und aussteigt, um aus dem vorherrschenden Trend Vorteile zu ziehen, riskiert, die besten Tage an der Börse zu verpassen.“

Zudem gerate das Depot als Ganzes aus dem Blick. „Vor allem dessen Zusammensetzung aus sicheren und chancenreichen Geldanlagen entscheidet jedoch über Erfolg und Misserfolg“, so Stiftung Warentest. Diese Zusammensetzung nennt man auch Asset Allocation. Was es genau damit auf sich hat, erklären wir Ihnen hier.

Fehler 4: Frühere Renditen für wichtig halten

Viele Privatanleger unterliegen dem Irrglauben, vergangene Erträge seien ein sinnvolles Auswahlkriterium. Der Wirtschaftswissenschaftler und Vermögensberater Gerd Kommer warnt jedoch: „Historische Renditen haben praktisch keinen Prognosewert für zukünftige Renditen.“ Es sei daher sinnlos oder sogar schädlich, ihnen hinterher zu investieren.

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