Mögliche Symptome bei HWS-Syndrom

Welche Beschwerden von der Halswirbelsäule kommen können


Aktualisiert am 22.09.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Symptome bei einem HSW-Syndrom können neben Beschwerden im Rückenbereich auch Schwindel, Sehstörungen oder Kopfschmerzen sein. (Quelle: Wasan Tita/getty-images-bilder)

Haben Sie anhaltende Kopfschmerzen oder wiederkehrende Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden? Möglicherweise ist Ihre Halswirbelsäule die Ursache.

Beim Halswirbelsäulen-Syndrom, kurz HWS-Syndrom, können Verschleiß, Verletzungen oder Fehlstellungen sowie Fehlbelastungen zu anhaltenden Schmerzen bis hin zu Taubheitsgefühlen und Lähmungserscheinungen führen. Was hinter dem HWS-Syndrom steckt – und was Betroffenen hilft.

Was ist das Halswirbelsäulen-Syndrom?

Das Halswirbelsäulen-Syndrom (auch Zervikalsyndrom genannt) beschreibt keine einzelne Erkrankung. Es umfasst unterschiedliche Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule, die Beschwerden wie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Häufige Ursachen sind Verschleiß, Verletzungen und Fehlstellungen.

Akutes Halswirbelsäulen-Syndrom: Typische Auslöser

Es werden das akute und das chronische Halswirbelsäulen-Syndrom unterschieden. Ursache des akuten HWS-Syndroms können Verletzungen durch eine plötzliche Überbeanspruchung der Halswirbelsäule sein, etwa infolge eines Unfalls. Auch ungewohnte körperliche Betätigung, etwa akute Überlastungen beim Sport oder bei Überkopfarbeiten, kann zu Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule führen.

Beim akuten HWS-Syndrom sind die Schmerzen in der Regel die Folge des körpereigenen Selbstschutzes: Bei plötzlicher Überlastung blockiert die Muskulatur, um den empfindlichen Bereich zu stabilisieren und zu schützen. Der Arzt kann im Bereich der Halswirbelsäule Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur ertasten. Infolge der akuten Blockade haben Betroffene nicht nur Schmerzen, sondern teils auch erhebliche Bewegungseinschränkungen. Umgangssprachlich ist von einem steifen Nacken die Rede.

Auslöser des chronischen HWS-Syndroms

Eine häufige Ursache des chronischen HWS-Syndroms ist Verschleiß. Die degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule können beispielsweise auf Skoliose, Arthrose, einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule, Osteoporose oder rheumatoide Arthritis zurückzuführen sein.

Nackenschmerzen kommen häufig vor und sind meist harmlos. Bei starken, anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bei bestimmten Warnzeichen sollte die Ursache jedoch ärztlich abgeklärt werden. Das gilt insbesondere bei plötzlichen starken oder anhaltenden Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule. Ist eine Verletzung der Auslöser der Beschwerden, etwa ein Auffahrunfall mit Schleudertrauma, sollte ebenfalls rasch eine medizinische Abklärung erfolgen, vor allem wenn neurologische Beschwerden wie Lähmung oder Taubheit auftreten.

HWS-Syndrom: Typische Symptome

Das HWS-Syndrom umfasst eine Vielzahl möglicher Beschwerden, darunter:

  • ziehende, drückende oder stechende Schmerzen im Hals- und Nackenbereich
  • ausstrahlende Schmerzen in Schultern, Arme oder Hände
  • Nackenverspannungen
  • Bewegungseinschränkungen von Nacken, Hals, Kopf und Schultern
  • Muskelschwäche in Schultern und Armen
  • Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Schultern, Armen und Händen
  • Lähmungserscheinungen
  • Tinnitus (Ohrengeräusche)
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Schluckstörungen

Woher kommt der Schmerz? Diagnose HWS-Syndrom

Für die Diagnose HWS-Syndrom untersucht der Arzt die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Auch tastet er den schmerzenden Bereich nach Verhärtungen ab und überprüft Kraft, Gefühl und Reflexe. Die Art und der Ort des Schmerzes liefern ebenfalls wichtige Hinweise. Gegebenenfalls folgen bildgebende Untersuchungen, etwa Röntgen oder eine Magnetresonanztomografie (MRT), um den Verdacht auf ein HWS-Syndrom zu bestätigen beziehungsweise andere Ursachen auszuschließen.

Akutes HWS-Syndrom mit konservativen Maßnahmen behandeln

Es gibt verschiedene Therapieansätze, um die Beschwerden zu lindern. Dazu gehören Übungen zur Kräftigung und Lockerung der Muskulatur im Nackenbereich sowie Anwendungen zur Muskelentspannung, etwa mit Wärme, Reizstrom oder Massagen. Ergänzend können Schmerzmittel, Schmerzsalben, Muskelrelaxantien sowie gegebenenfalls eine Injektionstherapie mit Kortikoiden oder Lokalanästhetika helfen, die Schmerzen zu lindern.

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