Von Fakhriya M. Suleiman
Veröffentlicht am •Aktualisiert
Nach einer zweitägigen Demonstration Anfang der Woche hat die Berufspilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ihre Mitglieder bei den Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns zu weiteren Streiks aufgerufen.
Die letzte Aktionsrunde soll am Donnerstag, 16. April, um 00:01 Uhr Ortszeit beginnen und am Freitag, 17. April, um 23:59 Uhr Ortszeit enden. Die letzte Aktionsrunde fordert ein Schiedsverfahren zur Beilegung des Rentenstreits.
Betroffen seien außerdem alle Flüge der Eurowings GmbH, die am 16. April zwischen 00:01 und 23:59 Uhr von deutschen Flughäfen abfliegen, teilte VC in ihrer Pressemitteilung mit und erklärte, die Situation bleibe „unverändert“.
„Auf Arbeitgeberseite gibt es absolut keine Bewegung“, sagte Andreas Pinheiro, Präsident von VC. „Weder Lufthansa und Lufthansa Cargo haben ein Angebot zur betrieblichen Altersvorsorge gemacht, noch hat Lufthansa CityLine ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag gemacht, noch hat Eurowings ein Angebot zur betrieblichen Altersvorsorge gemacht.“
Er sagte auch, dass ein Schiedsverfahren ein Mittel sei, um den Streit mit der Unterstützung eines unabhängigen Dritten beizulegen und eine weitere Eskalation zu verhindern.
Dies geschah im Anschluss an die ersten Streikaktionen, die am 12. und 13. April stattfanden.
Der weniger als zwei Tage im Voraus angekündigte Streik würde Schätzungen zufolge mindestens 80 % der Flüge von den Drehkreuzen Frankfurt und München gefährden und möglicherweise mehr als 50.000 Reisende in der Schwebe lassen, berichtete der Air Traveler Club.
VC, das mindestens 10.000 Piloten verschiedener deutscher Fluggesellschaften vertritt, fügte hinzu, dass seine Beschwerde auf der Zurückhaltung der Lufthansa bei der Beilegung mehrerer Lohnstreitigkeiten, darunter auch über Renten, beruht.
Wie hat Lufthansa reagiert?
Nachdem die Verhandlungen gescheitert sind, muss sich die Kölner Fluggesellschaft nun mit den Folgen auseinandersetzen, einschließlich der Ersetzung von Linienflügen durch Dienste anderer Fluggesellschaften innerhalb der Lufthansa-Gruppe oder von Partnerfluggesellschaften.
In einer aktualisierten Erklärung teilte Lufthansa mit, dass die von der Maßnahme betroffenen Passagiere am 14. April per E-Mail informiert würden.
Gemäß der aktuellen Umbuchungs- und Rückerstattungsrichtlinie können Passagiere mit Tickets von Lufthansa, Austrian, Swiss, Brussels Airlines oder Air Dolomiti, die am oder vor dem 13. April ausgestellt wurden und zwischen dem 13. und 16. April auf von Lufthansa durchgeführten Flügen, einschließlich Lufthansa CityLine, gebucht wurden, vor dem 23. April kostenlos auf einen anderen Flug der Lufthansa Group umbuchen. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Rückerstattung zu beantragen.
Lufthansa bietet auch Passagieren auf annullierten Flügen ohne Alternativmöglichkeit Zugtickets der Deutschen Bahn an.
„Wir bedauern die Störung durch den kurzfristig angekündigten Streik der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sehr und danken für Ihr Verständnis“, teilte der Spediteur mit.
Wochenende voller Störungen
Der bevorstehende Streik folgt auf zehntausende Passagiere in ganz Deutschland, die von Reisebehinderungen betroffen sind.
Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), eine Gewerkschaft, die Flugbegleiter in Deutschland vertritt, hat die Besatzungsmitglieder der Lufthansa CityLine GmbH am Freitag, den 10. April, zum Streik aufgerufen.
Durch den eintägigen Streik wurden Flüge in Frankfurt und München eingestellt. The Independent meldete etwa 580 Flugannullierungen in Frankfurt, wovon bis zu 72.000 Reisende betroffen waren.
Wie ihre Pilotenkollegen liegen auch die Beschwerden von UFO in ungelösten Lohnstreitigkeiten – sie greifen auf Arbeitskampfmaßnahmen zurück, um ihre Forderungen durchzusetzen.
„Bis heute weigert sich die Unternehmensleitung konsequent, mit uns überhaupt in Verhandlungen über unsere Forderungen nach einem Tarifvertrag zu treten, auf unsere Forderungen einzugehen oder auch nur ein verhandlungsfähiges Angebot für einen solchen Plan vorzulegen“, so die Gewerkschaft.










