EM-Qualifikation
Vor Heim-WM: Deutsche Handballer feiern Schützenfest
08.11.2026 – 20:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Gegen den Außenseiter Slowakei feiert die deutsche Handball-Nationalmannschaft einen Kantersieg. Die Mannschaft ist bereit für die Heim-WM.
Die deutschen Handballer haben in der EM-Qualifikation eine weitere Machtdemonstration abgeliefert und völlig chancenlose Slowaken schwindelig gespielt. Drei Tage nach dem Kantersieg gegen Belgien fertigte die Mannschaft von Bundestrainer Alfreð Gíslason die Gastgeber in Presov mit 39:27 (24:12) ab und sammelte weiter Selbstvertrauen für die Heim-WM im Januar. Bester deutscher Werfer war Lukas Zerbe mit sieben Toren.
Sportvorstand Ingo Meckes sagte: „Es war eine ganz klare Steigerung. Wohl wissend, dass wir bei der Weltmeisterschaft solche Gegner nach der Vorrunde nicht mehr haben werden.“ Alles andere als ein Kantersieg wäre allerdings ein Debakel gewesen. Die Slowakei nahm zuletzt 2011 an einer WM teil und qualifizierte sich in den vergangenen 14 Jahren nur zweimal für eine EM.
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Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel verteidigte Deutschland die Tabellenführung in seiner Qualifikationsgruppe. Im März trifft der EM-Zweite auf die von Bob Hanning trainierten Italiener. Für die Euro 2028 in Spanien, Portugal und der Schweiz qualifizieren sich die jeweils beiden besten Teams der acht Vierergruppen sowie die vier besten Gruppendritten.
Vor den Duellen mit Italien steht für die DHB-Auswahl zunächst die WM im eigenen Land an. 20 Jahre nach dem Wintermärchen will Deutschland vor Heimpublikum den nächsten großen Triumph feiern. Zuletzt scheiterte die DHB-Riege im Olympia- und EM-Finale jeweils an den übermächtigen Dänen.
Zehn Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen Tunesien am 13. Januar in München startet das Team um Kapitän Johannes Golla in die unmittelbare Vorbereitung. Zwei Testspiele gegen Portugal dienen dabei als letzte Standortbestimmung. Seinen Kader gibt Bundestrainer Gíslason Mitte Dezember bekannt. Das Aufgebot dürfte weitgehend deckungsgleich mit dem des Slowakei-Spiels sein.

Im Duell mit dem krassen Außenseiter musste Deutschland krankheitsbedingt auf Spielmacher Juri Knorr verzichten. Dafür kehrte Stammkeeper Andreas Wolff für sein 199. Länderspiel in den Kader zurück und ersetzte Ersatztorhüter Lasse Ludwig. Der 35 Jahre alte Bundesliga-Profi sah einen fehlerhaften Auftakt seiner Mannschaft, die sich im Angriff einen Patzer nach dem anderen leistete.
Dass Deutschland nach zehn Minuten trotzdem mit 6:3 führte, lag vor allem an der Schwäche der Slowaken. Die Gastgeber präsentierten sich in der Offensive erschreckend harmlos, leisteten sich zahlreiche Ballverluste und offenbarten auch im Tor eklatante Schwächen. Erst nach 29 Minuten gelang dem Keeper die erste Parade.