Ausflug ab Dresden

Deutschlands kleinste Gebirge lässt sich an einem einzigen Tag durchwandern


06.07.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 1 Min.

Wanderung durch die Felsengasse bei Lückendorf und Oybin im Zittauer Gebirge (Archivbild): Das Gebirge misst knapp 14 Kilometer, rundherum gibt es noch einen großen Naturpark. (Quelle: imago stock&people)

Knapp 14 Kilometer lang, an manchen Stellen nur einen Kilometer breit. Das Zittauer Gebirge ist ein Mittelgebirge im Miniaturformat.

Das Zittauer Gebirge ist das kleinste Gebirge Deutschlands. Etwas mehr als 40 Quadratkilometer misst der Gebirgszug am Dreiländereck zu Tschechien und Polen, knapp 14 Kilometer in der Länge und zwischen einem und viereinhalb Kilometern in der Breite mit einem dichten Wegenetz. Eine Tageswanderung würde für eine Durchquerung reichen.

Klein heißt aber nicht flach: Die Lausche ist mit 793 Metern zusammen mit dem Hochwald (750 Meter) die höchste Erhebung östlich der Elbe auf deutschem Staatsgebiet. Vom Aussichtsturm auf dem Hochwald reicht der Blick weit über die Region und bis nach Tschechien.

Sandsteinfelsen, Klosterruine und Fachwerk-Idylle

Auf kleinstem Raum wechseln sich zerklüftete Sandsteinfelsen und vulkanische Kuppen ab. Am Töpfer wartet ein bizarres Felsentor mit Aussichtsplattform, auf dem Berg Oybin eine Burg- und Klosterruine aus dem 14. Jahrhundert.

Felsen am Berg Töpfer im Kurort Oybin. (Quelle: IMAGO/Volker Hohlfeld)

In den Gebirgsorten wie Waltersdorf und Jonsdorf stehen die typischen Oberlausitzer Umgebindehäuser: eine regionale Bauweise, bei der ein hölzernes Stützgerüst das Haus umschließt. Touristen finden Abkühlung im Olbersdorfer See am Gebirgsrand.

Selbst die Anreise wird im Zittauer Gebirge zum Erlebnis: Seit 1890 dampft die Zittauer Schmalspurbahn von Zittau hinauf nach Oybin und Jonsdorf – bis heute mit historischen Dampflokomotiven. Von Dresden erreichen Besucher Zittau in knapp anderthalb Stunden mit dem Auto.

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