Verwirrung um Torschützen

Vor großer Kulisse: Deutsche U21 schafft EM-Qualifikation


Aktualisiert am 06.10.2026 – 20:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Kopf-an-Kopf: Torschütze Dzenan Pejcinovic bedankt sich bei seinem Vorlagengeber zum 2:0, Nicolò Tresoldi (l.). (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago)

In Bielefeld beherrscht das deutsche Nachwuchsteam Gegner Georgien fast nach Belieben. Nach einem Doppelpack eines Stuttgarters kann der DFB für die EM planen.

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat den entscheidenden Schritt zur EM 2027 gemacht. Das Team von Trainer Antonio di Salvo schlug Georgien am Dienstagabend in Bielefeld mit 2:0 (1:0). Beide Treffer gelangen dem Stuttgarter Dzenan Pejcinovic. Es war der neunte Sieg im zehnten Qualifikationsspiel. Damit sicherten sich die deutschen Junioren als Gruppenerster das Ticket für die Endrunde im kommenden Jahr (16. Juni bis 3. Juli) in Serbien und Albanien.

20.049 Zuschauer, darunter Rudi Völler, Andreas Rettig, Hannes Wolf und Per Mertesacker seitens des DFB, sorgten für die größte Kulisse bei einem U21-Spiel in Deutschland seit 20 Jahren. Letztmals waren bei einem U21-Heimspiel im Oktober 2006 in Leverkusen mehr Zuschauer (20.800) im Stadion dabei.

So lief das Spiel

Das deutsche Führungstor nach nur zehn Minuten schrieben die Statistiker Dzenan Pejcinovic vom VfB Stuttgart gut, der einen Weitschuss von Elversbergs Noah Darvich maßgeblich abfälschte. Darvich zeigte sich nach Spielschluss überrascht von der Entscheidung der Uefa-Offiziellen, sagte schmunzelnd bei ProSieben MAXX: „Schade, aber ist okay. Tor ist Tor.“

Der offizielle Doppel-Torschütze Pejcinovic ergänzte: „Ich sage eineinhalb Tore. Es war etwas unglücklich für Noah.“

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Auch in der Folge war die DFB-Elf klar überlegen, verpasste aber vor der Pause nachzulegen. Kurz nach dem Wechsel wurde Joshua Quarshies vermeintliches 2:0 per Kopf wegen eines Foulspiels zurückgenommen (48.). Das fiel dann schließlich nach 69 Minuten. Erneut war Pejcinovic der Torschütze und diesmal war seine Zuständigkeit eindeutiger.

Nach einem Ballverlust von Georgiens Kapitän Narinamidze im Spielaufbau gegen Darvich kam Nicolò Tresoldi an den Ball. Der DFB-Kapitän bediente aus der Drehung uneigennützig Pejcinovic, der aus rund zehn Metern zur Entscheidung einschob.

Torhüter Mio Backhaus (l.) und Noah Darvich freuen sich über die geschaffte EM-Qualifikation. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago)

In der Folge verwaltete Deutschland die Führung souverän und fuhr die für die direkte Qualifikation nötigen drei Punkte ein. Der punktgleiche Verfolger Griechenland gewann parallel in Nordirland mit 1:0 (1:0) und muss nur wegen des verlorenen direkten Vergleiches mit der DFB-Elf nun in die Playoffs.

In ein paar Wochen geht der Blick mit Spannung nach Belgrad, wo am 26. November die Gruppen für die Endrunde ausgelost werden.

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