Händler äußern sich

Kaputtes Ei in der Packung: Diesen Fehler machen fast alle Kunden


27.08.2026 – 07:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein angeschlagenes Ei im Karton: Es kann ein Hgyieneproblem darstellen. (Quelle: imago stock&people/imago)

Ein kaputtes Ei in der Packung – und schon stellt sich die Frage nach dem Rabatt. Was große Supermarktketten dazu sagen, überrascht.

Die Preise für ein Ei liegen je nach Haltungsform zwischen 20 und 45 Cent. Für manche Verbraucher ist das viel Geld. Sie überprüfen daher vor dem Kauf, ob alle Eier in der Verpackung intakt sind. Doch was sollten sie tun, wenn eines beschädigt ist? Bekommen sie die Packung dann zu einem reduzierten Preis?

Das sollten Kunden tun

Kaufland teilte auf Nachfrage von t-online mit, dass „aus Gründen der Lebensmittelsicherheit“ die Eier nicht mehr verkauft werden dürfen. Eine Preisreduzierung komme daher nicht infrage.

Auch Aldi verkauft Verpackungen mit einem kaputten Ei nicht mehr. Laut eigenen Angaben von Aldi Nord und Aldi Süd werden Kunden gebeten, derartige Funde einem Mitarbeiter zu übergeben. Dieser tausche die Packung dann umgehend aus. Anschließend werde die Eierverpackung jedoch nicht unbedingt entsorgt. Zumindest heißt es seitens Aldi Süd, dass der Discounter die verbleibenden Eier aus der Verpackung an eine wohltätige Organisation wie die örtlichen Tafeln spendet, sofern in einem Karton nur einzelne Eier beschädigt sind.

Rewe bittet seine Kunden ebenfalls, bei derartigen Funden einen Mitarbeiter im Markt anzusprechen. Dieser überprüft Rewe zufolge die Ware. „Wie im Einzelfall verfahren wird, richtet sich nach dem Zustand der Ware und den geltenden Hygieneanforderungen“, so die Unternehmenssprecherin. Da Rewe genossenschaftlich organisiert ist und viele Märkte von selbstständigen Kaufleuten betrieben werden, gebe es von Konzernseite aus keine einheitliche Regelung hierzu. „Die Entscheidung wird im jeweiligen Markt vor Ort getroffen.“

Edeka folgt einer ähnlichen Verfahrensweise.

Das sollten Kunden nicht tun

Was Kunden jedoch nicht tun sollten, wenn sie ein beschädigtes Ei in einer Eierverpackung finden: Es gegen ein intaktes aus einer anderen Verpackung tauschen. Der Grund: Jede Eierverpackung hat eine sogenannte Chargennummer. Mit ihrer Hilfe kann unter anderem nachvollzogen werden, wer der Produzent ist, aus welcher Haltungsform die Eier stammen und wann sie gelegt wurden. Werden Eier mit einer anderen Chargennummer in den falschen Eierkarton gelegt, fehlen Informationen zu dem entsprechenden Ei – zum Nachteil anderer Kunden.

Beschädigte Ware: Freiwillige Reduzierung möglich

Doch nicht nur Eier können beschädigt werden. Teilweise stehen auch leicht beschädigte Müsli- und Waschmittelverpackungen oder Konserven im Supermarktregal. Viele Märkte geben in diesen Fällen zwischen 10 und 15 Prozent Rabatt. Einen rechtlichen Anspruch auf einen derartigen Rabatt gibt es allerdings nicht.

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