Aufgrund des schlechten Wetters empfahlen die spanischen Seefahrtsbehörden am Montagabend, das vom Virus befallene niederländische Kreuzfahrtschiff im Hafen von Granadilla auf den Kanarischen Inseln anzulegen.

Das Schiff war in Richtung Niederlande unterwegs, wo die Rückführung der 28 Passagiere voraussichtlich abgeschlossen sein wird.

Die Entscheidung zum erneuten Anlegen fiel nach mehr als einstündigen Manövern, nachdem in der Gegend starke Windböen registriert worden waren, die mit Beginn der Evakuierungsoperation auf See begannen.

Beamte sagten, der Sturm habe das Schiff MV Hondius ständig gedreht und Versuche, es stabil zu halten, seien erfolglos geblieben.

Mónica García verteidigt Entscheidung aus Sicherheitsgründen

Gesundheitsministerin Mónica García bestätigte das vorübergehende Anlegen des Schiffes und versicherte, dass die Maßnahme gemäß den Empfehlungen der Capitanía Marítima angenommen worden sei.

„Aus meteorologischen Gründen und auf Empfehlung der Capitanía Marítima wurde die MV Hondius vorübergehend im Hafen von Granadilla festgemacht. Der starke Wind und die Wellen machten das Aussteigen der Passagiere und die Arbeit der Evakuierungsteams sicherer“, sagte sie.

Am Montagabend wurde einer der 14 vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius evakuierten Spanier im Krankenhaus Gomez Ulla in Madrid vorläufig positiv auf Hantavirus getestet.

Der Patient bleibt isoliert und beschwerdefrei, während der Rest nach einem negativen Test in Quarantäne bleibt.

Darüber hinaus warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag, dass aufgrund der langen Inkubationszeit der Krankheit in den kommenden Tagen oder Wochen neue Fälle von Hantavirus nachgewiesen werden könnten.

„Wir könnten in den nächsten Tagen oder in der nächsten Woche Fälle sehen, daher müssen wir wachsam sein“, sagte Olivier Le Polain, Leiter der Epidemiologie-Abteilung der WHO. Er erklärte, dass die Inkubationszeit bis zu sechs Wochen betragen könne, der Durchschnitt liege jedoch bei etwa drei Wochen.

Sánchez und Tedros werden am Dienstag in Moncloa auftreten

Der Präsident der Regierung, Pedro Sánchez, und der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, werden sich an diesem Dienstag im Moncloa-Palast treffen, um die Bewältigung der durch das Hantavirus verursachten Gesundheitskrise zu analysieren.

Das Treffen findet um 9:30 Uhr statt, nachdem die Passagiere das niederländische Kreuzfahrtschiff verlassen haben. Im Anschluss an das Treffen werden die beiden Männer um 10:00 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten.

Share.
Exit mobile version