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Home » Das empfehlen Experten vor dem Oktoberfest
Gesundheit

Das empfehlen Experten vor dem Oktoberfest

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 9, 2026
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Start im September

„Wiesn-Grippe“: Was ist das und was hilft?


Aktualisiert am 09.09.2026 – 17:14 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Auf der Wiesn (Symbolbild): In der Enge der Bierzelte verbreiten sich Viren besonders leicht. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-bilder)

Kurz nach dem Start des Oktoberfests häufen sich Atemwegsinfekte. Hinter der sogenannten Wiesn-Grippe können verschiedene Viren stecken – gegen einige davon gibt es einen Impfschutz.

Millionen Menschen feiern dicht gedrängt in Festzelten, schlafen wenig und verbringen viel Zeit in kühler Herbstluft. Für Erkältungsviren sind das beste Bedingungen, um sich rasch auszubreiten. Wenige Tage nach Beginn des Oktoberfests steigt deshalb erfahrungsgemäß die Zahl hustender und schniefender Patienten in den Arztpraxen.

Der Begriff „Wiesn-Grippe“ führt allerdings in die Irre. Denn bei den meisten Erkrankungen handelt es sich nicht um eine echte Grippe.

Wann startet das Oktoberfest 2026?

Das Oktoberfest beginnt dieses Jahr am 19. September. Dann werden wieder sechs Millionen Besucher aus aller Welt erwartet – mindestens. Der Besucherrekord aus dem Jahr 2023 liegt bei 7,2 Millionen.

Was steckt hinter der „Wiesn-Grippe“?

Auf dem Oktoberfest zirkulieren zahlreiche Viren, die akute Atemwegsinfekte auslösen können. Dazu gehören Rhino-, Adeno- und Enteroviren sowie saisonale Coronaviren. Gegen diese Erreger gibt es keinen Impfschutz. Christoph Spinner, Leitender Oberarzt Infektiologie am Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM), erklärt: „Die sogenannte Wiesn-Grippe ist in den allermeisten Fällen keine Influenza. Das ist einfach ein Sammelbegriff für akute Atemwegsinfekte, die durch das Zusammentreffen vieler Menschen, Schlafmangel, Kälte und Alkoholkonsum begünstigt werden.“

Impfungen gegen Covid-19 und Grippe empfohlen

Trotzdem gilt: Wer im Bierzelt feiern will, kann das Risiko einer Ansteckung mit Impfungen gegen Covid-19 und Grippe reduzieren, wie Spinner erläutert. Denn bei ernsteren Atemwegsinfektionen während der Wiesn spiele nach Angaben von Spinner vor allem SARS-CoV-2 eine Rolle. Das Coronavirus verursacht Covid-19 und zirkuliert, anders als das Influenzavirus, das ganze Jahr über. „Da in Festzelten sehr viele Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, ist das Infektionsrisiko für Covid-19 auf der Wiesn hoch“, so Spinner. Jenseits des Volksfestes sei eine Corona-Impfung gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Menschen ab 75 Jahren, Personen mit Risikofaktoren sowie Pflegepersonal angeraten.

Corona-Impfung: Stiko ändert Empfehlung

Seit diesem Juli empfiehlt die Stiko nur noch allen Menschen ab 75 Jahren eine jährliche Corona-Impfung. Bislang galt die jährliche Impfempfehlung bereits ab 60 Jahren. Die Impfung sollte einmal pro Saison und möglichst im Spätsommer oder Frühherbst erfolgen. Der Grund für die Änderung: Mehr als 95 Prozent der Erwachsenen verfügen laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen durch Impfungen, Infektionen oder beides über eine breite Immunität.

Influenza und RSV (Respiratorisches Synzytialvirus) sind laut Spinner nur für einen sehr geringen Anteil der Wiesn-Erkrankungen verantwortlich. Sie nähmen meist erst ab Ende November zu und erreichten die Spitze im Januar. „Durch das internationale Publikum und die vielen Menschen auf engem Raum in den Festzelten treten aber auch zu dieser Zeit vereinzelt Grippefälle auf“, sagt Spinner über die Influenza-Gefahr auf der Wiesn. Seinen Angaben zufolge ist nicht einmal jeder Dritte, für den eine Grippeimpfung empfohlen wird, gegen Influenza geimpft. Dadurch steige das Risiko für einen schweren Verlauf.

„Generell ist der Beginn des Herbsts der ideale Zeitpunkt, um sich für die bevorstehende Grippesaison ab Oktober impfen zu lassen – vor allem für Menschen mit Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-, Lungen- oder Krebserkrankungen“, so Spinner.

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