Krise im Welthandel
Hapag-Lloyd macht 219 Millionen Euro Verlust – das sind die Gründe
Aktualisiert am 13.05.2026 – 14:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Deutschlands größte Containerreederei legt einen schwachen Jahresstart hin. Die Blockade der Straße von Hormus, sinkende Transportpreise und Unwetter belasteten das Hamburger Unternehmen massiv.
Für die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd läuft das Jahr bislang schlecht. Deutschlands größte Containerreederei hat im ersten Quartal einen Verlust von 219 Millionen Euro gemacht. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch deutlich Gewinn gemacht.
Auch das operative Geschäft entwickelte sich schwach. Vor Zinsen und Steuern lag das Minus bei 134 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Hapag-Lloyd hier noch 463 Millionen Euro Gewinn erzielt. Was sind die Gründe?
Sinkende Preise belasten das Geschäft
Der gesamte Umsatz des Konzerns fiel um fast 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Grund dafür waren primär sinkende Preise für Containertransporte. Gleichzeitig wurden nicht mehr Waren transportiert als zuvor.

Hinzu kamen Unwetter und Probleme auf wichtigen Schifffahrtsrouten. Besonders die Lage rund um die Straße von Hormus belastete das Unternehmen. Ende April steckten dort noch vier Schiffe von Hapag-Lloyd fest.
Konflikt im Nahen Osten führt zu Mehrkosten
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Handelswegen der Welt. Viele Frachtschiffe transportieren dort Öl und Waren zwischen Asien und Europa. Konflikte in der Region können den Welthandel deshalb schnell treffen.
Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen sprach von einem schwierigen und unsicheren Marktumfeld. Der Konflikt mit dem Iran verursache derzeit zusätzliche Kosten von rund 50 Millionen US-Dollar pro Woche. Vor allem die Treibstoffpreise seien stark gestiegen. Auch höhere Versicherungskosten belasten die Reederei.










