Stärkster Anstieg
Bundesland überrascht bei Immobilienkäufen
24.02.2026 – 11:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer 2025 eine Immobilie kaufte, verschuldete sich im Schnitt stärker als im Vorjahr. In vier Bundesländern ging der Trend aber in die andere Richtung.
Die Deutschen greifen für den Immobilienkauf wieder tiefer in die Tasche. Wie eine aktuelle Analyse des Finanzdienstleisters Dr. Klein zeigt, nahmen Käuferinnen und Käufer 2025 im bundesweiten Durchschnitt ein Darlehen über 322.421 Euro auf. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 307.900 Euro). Doch hinter diesem Mittelwert verbergen sich erhebliche regionale Unterschiede.
Spitzenreiter bleibt demnach Bayern. Dort liegt die durchschnittliche Darlehenshöhe 2025 bei 386.652 Euro – ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Baden-Württemberg (364.539 Euro, +6 Prozent) und Hessen (360.433 Euro, +4 Prozent) bewegen sich auf hohem Niveau.
Am anderen Ende der Skala steht das Saarland. Mit durchschnittlich 233.227 Euro ist es 2025 Schlusslicht. Besonders auffällig: „Das Saarland weist gleichzeitig den größten prozentualen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr auf“. Gegenüber 2024 entspricht das einem Minus von sechs Prozent.
Die Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bundesland beträgt damit 153.425 Euro. Eine Summe, für die man in manchen Regionen bereits eine kleine Eigentumswohnung finanzieren kann.
Während der Bundestrend nach oben zeigt, gibt es auch Ausnahmen. In vier Ländern sank die durchschnittliche Darlehenshöhe 2025: Neben dem Saarland war das der Fall in Thüringen, in Berlin und in Brandenburg.
In Berlin etwa ging der Durchschnittswert um 2 Prozent auf 339.547 Euro zurück, in Brandenburg ebenfalls um 2 Prozent auf 299.615 Euro. Thüringen verzeichnete ein leichtes Minus von 0,5 Prozent auf 248.868 Euro.
Damit unterscheidet sich das Jahr 2025 deutlich von 2024. Anders als vor zwei Jahren, als ausnahmslos eine Aufwärtstendenz in allen Regionen der Bundesrepublik zu erkennen war, zeigen sich 2025 in vier Bundesländern rückläufige Bewegungen.
Besonders dynamisch entwickelte sich der Markt im Norden. Bremen verzeichnete mit einem Plus von 13 Prozent den stärksten Zuwachs bundesweit. Die durchschnittliche Darlehenshöhe stieg dort auf 306.868 Euro. Hamburg folgt mit einem Plus von 10 Prozent auf 343.774 Euro. Auch Mecklenburg-Vorpommern legte kräftig zu – um 12 Prozent auf 273.836 Euro.
Dass die Darlehenssummen ausgerechnet in Bremen so stark wachsen, liegt laut Saskia Bachmeier, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein, an der starken Nachfrage nach Neubauten. „Der Trend setzt sich womöglich fort, denn Bremen führt die Spitze der bundesweiten Baugenehmigungen an und schafft damit eine wichtige Voraussetzung für neuen Wohnraum“, so Bachmeier.











