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Home » Cyberangriff auf Portal für Gewalt-Opfer: Angst vor Erpressungen
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Cyberangriff auf Portal für Gewalt-Opfer: Angst vor Erpressungen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 31, 2026
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Cyberangriff auf Portal für Gewalt-Opfer: Angst vor Erpressungen

„Sehr kritischer“ Vorfall

Cyberangriff auf Portal – Kriminelle könnten Opfer erpressen


31.07.2026 – 07:11 UhrLesedauer: 2 Min.

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Cybervorfälle kommen immer wieder vor: Ein Angriff auf ein Betroffenenportal sorgt nun für Ängste. (Quelle: Nicolas Armer//Illustration./dpa)

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Das Betroffenennetzwerk sollte eigentlich ein geschützter Raum für Opfer von sexualisierter Gewalt sein. Jetzt haben Kriminelle Zugang zu hochsensiblen Daten.

Ein Sicherheitsvorfall beim Betroffenennetzwerk BeNe sorgt innerhalb der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) für Unruhe. Bei einem Cyberangriff auf eine von Kirche und Diakonie betriebene Plattform sind hochsensible Daten „in erheblichem Umfang“ abgeflossen, wie es in einer Pressemitteilung der EKD heißt.

Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass der Vorfall laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ erst dann überhaupt bemerkt wurde, als das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die EKD auf gravierende Sicherheitslücken beim Content-Management-System „WordPress“ hingewiesen hat.

Das BeNe ist ein Internetforum, auf dem sich Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kirche mit anderen austauschen können. Nach Angaben der Gruppe der Betroffenen im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der EKD seien die Nutzer und Nutzerinnen durch den Vorfall nun „tief verunsichert“.

Kriminelle ergaunern Daten zu Tatorten und Taten

Laut der SZ konnten die Kriminellen auf Daten zugreifen wie etwa Tatorte und Taten sowie auch Gesundheitsdaten wie Traumafolgen und anderen Erkrankungen. Auch über die Höhe von etwaigen Anerkennungssummen oder anderen zugestandenen Leistungen wurde dem Bericht zufolge beim BeNe diskutiert – auch diese Daten könnten abgeflossen sein.

„Durch das Versagen der EKD müssen Betroffene jetzt Erpressung mit intimsten Daten fürchten“, zitiert die Zeitung Katharina Kracht von der Initiative „Vertuschung beenden“. Auch der Chaos-Computer-Club stufe den Vorfall als „sehr kritisch“ ein und hält Erpressungen grundsätzlich für „denkbar“.

Detlev Zander, Mitglied der Gruppe der Betroffenen, fordert von der EKD eine lückenlose Aufarbeitung des Falls. „Dieser Vorfall ist für viele Betroffene nicht einfach nur ein technisches Problem. Gerade Menschen, deren Grenzen und Vertrauen schon einmal schwer verletzt wurden, erleben jetzt erneut einen massiven Kontrollverlust. Darüber darf man nicht mit technischen Formulierungen hinweggehen“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert.

BSI warnt vor kritischer Sicherheitslücke bei WordPress

Das BSI warnte am 17. Juli vor den Schwachstellen in WordPress, die als besonders einfach auszunutzen gelten. Die Schwachstellen bewertete auch das BSI deshalb als „sehr kritisch“ und warnte vor allem jene, die keine automatischen Softwareupdates durchführten. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass zeitnah Angriffe auf WordPress-Instanzen durchgeführt werden“, heißt es in der BSI-Warnung. Nutzer sollten „unverzüglich“ das neueste WordPress-Update durchführen.

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