Berühmter Musikpreis
Protest gegen Cosmo-Aus: Musiker geben „1Live Krone“ zurück
12.06.2026 – 15:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Elektro-Duo Mouse on Mars gibt seine „1Live Krone“ zurück. Mit dem Schritt protestieren die Musiker gegen die geplante Einstellung des Radiosenders Cosmo.
Aus Protest gegen die geplante Einstellung des Radiosenders Cosmo hat das deutsche Elektro-Duo Mouse on Mars seine „1Live Krone“ an den WDR zurückgegeben. Auf Instagram teilte das Bündnis #SaveCOSMOradio ein Interview der beiden Musiker.
Jan Stephan Werner aus Köln und Andi Toma aus Düsseldorf hatten die Krone im Jahr 2000 in der Kategorie „Innovation“ gewonnen. Die Abwicklung von Cosmo sei das Gegenteil von Innovation, die Schließung des Senders ein „Rückschritt kulturell und demokratisch“.
Die „1Live Krone“ ist ein deutscher Musikpreis, der seit 26 Jahren durch Abstimmung seiner Hörer vom gleichnamigen Radiosender verliehen wird.
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Protest gegen Cosmo-Aus wird lauter
Wie das Bündnis mitteilte, hat eine Online-Petition für den Erhalt des Senders die Marke von 100.000 Unterschriften überschritten. Zu den Unterzeichnern gehören demnach Prominente wie Herbert Grönemeyer, Peter Fox, Jan Delay, Fatih Akin, İlkerr Çatak und die Band AnnenMayKantereit. Auch Satiriker und Moderator Jan Böhmermann zeigte sich im gemeinsamen Podcast „Fest und Flauschig“ mit Musiker Olli Schulz empört.
Der WDR-Rundfunkrat hatte die Neuausrichtung der jungen Radiowellen mit knapper Mehrheit gebilligt. Laut Beschluss des Gremiums soll Cosmo im April 2027 eingestellt und durch das Format „1Live Street“ ersetzt werden. Außerdem wird die Welle „1Live Diggi“ in „1Live Lounge“ umbenannt. Kritiker warnen vor einem Verlust an inhaltlicher Tiefe und kultureller Vielfalt.
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Kritik an Cosmo-Aus: WDR verteidigt sich
Der WDR verteidigte sich in einer Pressemitteilung damit, dass auch das neue Format „1Live Street“ – wie Cosmo aktuell – eine kulturell diverse, urban orientierte Zielgruppe ansprechen solle. „Passend zum im WDR-Gesetz festgelegten Auftrag zur Stärkung des interkulturellen Zusammenlebens bleibt kulturelle Vielfalt zentrales Thema des Senders“, heißt es in der Mitteilung.










